Flussaufwärts schwimmen Aschendorfer Angelverein saniert Fischtreppe bei Lehe

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Das Fluten der sanierten Fischtreppe beobachten (von links) Hermann Schleper und Günter Klee. Foto: Jennifer KemkerDas Fluten der sanierten Fischtreppe beobachten (von links) Hermann Schleper und Günter Klee. Foto: Jennifer Kemker

jke Lehe. Eine Fischtreppe an der Goldfischdever in Lehe hat der Sportfischereiverein Aschendorf in Zusammenarbeit mit dem Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) saniert. Die Kosten für die Maßnahmen betrugen rund 3000 Euro.

Die Goldfischdever ist das Verbindungsstück zwischen den Schifffahrtsstraßen der Ems und dem Küstenkanal. Die Dever nimmt das Hochwasser des Küstenkanals auf und führt es direkt zur Ems ab.

In der 1970 gebauten Anlage wird der Wasserstand mithilfe von einzelnen Becken überbrückt. Diese sind in unterschiedlich hohen Stufen angesetzt. Dadurch können die Fische während der Wanderung die Höhenunterschiede der Wehranlage bewältigen.

Die abgängig gewordenen 40 Jahre alten Eichentrennwände, die die Becken voneinander abgrenzen, wurden ebenfalls erneuert. „Die Strömung war durch die Schäden so enorm, dass es Fischen, die die Dever aufwärts wandern wollten, nicht möglich war, diese zu überwinden“, sagte Günter Klee vom Sportfischereiverein. Große und kleine Steine wurden in der Sohle des Beckens verteilt, sodass eine zielgerichtete Fließgeschwindigkeit entstehen kann.

Aufgrund der Maßnahmen soll es den Fischen leichter fallen, die Dever wieder aufwärts zu wandern. Außerdem wurde der Auslaufbereich der Treppe mit einem Steinwall ausgestattet. Dieser Wall erzeugt eine sogenannte Lockströmung, durch die die Fische in den Einstieg der Treppe gezogen werden und dem Weg der Fischtreppe folgen können.

Während der Sanierungsphase musste das Bauwerk trockengelegt werden. Hierbei wurden laut Anlagenbetreuer Hermann Schleper Exemplare der in den letzten Jahren selten gewordenen Glasaale gesichtet.

Alle Sanierungsmaßnahmen wurden vom Land Niedersachsen mit Mitteln aus der Fließgewässerentwicklung gefördert.


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