Start mit 146 Schülern Gymnasium Dörpen feiert zehnjähriges Bestehen

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Eine Chronik über die zehnjährige Schulgeschichte zeigen Schulleiterin Thea Wathall (l.) und ihr Stellvertreter Haiko Brouèr (2. v. l.) den Ehrengästen. Foto: Dirk HellmersEine Chronik über die zehnjährige Schulgeschichte zeigen Schulleiterin Thea Wathall (l.) und ihr Stellvertreter Haiko Brouèr (2. v. l.) den Ehrengästen. Foto: Dirk Hellmers

Dörpen. Exakt zehn Jahre und einen Monat ist es her, dass die ersten 146 Schüler ihre erste Unterrichtsstunde im Gymnasium Dörpen erlebten. In einer Feierstunde am Freitag erinnerten sich Wegbereiter des noch jungen Gymnasiums im Schulzentrum an die Anfänge.

Am 19. August 2004 startete der Betrieb mit zehn Lehrern sowie den Schülern der Klassen 5 (48 Jungen und Mädchen), 6 (55) und 7 (43). Die sechs Klassen waren damals in der Haupt- und Realschule untergebracht. Leiterin war damals wie heute Thea Wathall. Sie war bereits in der Arbeitsgruppe zur Planung des Gymnasiums. „Wir haben die Schule damals aus dem Nichts gehoben“, sagte Wathall. Die Arbeitsgruppe habe am 25. Februar 2004 erstmals getagt, und ein halbes Jahr später habe die Schule ihre Pforten geöffnet.

Viele organisatorische Dinge wie Raumbedarf, Lehrmittel und auch das Konzept für die Schulentwicklung standen in dieser Zeit auf dem Programm. „Und das alles vom grünen Tisch aus“, wie die Schulleiterin betonte.

Der Impuls für die Gründung des kleinen Gymnasiums mit heute rund 300 Schülern kam mit einer Bildungsreform aus Hannover. „Wir hatten festgestellt, dass die gymnasiale Bildungsbeteiligung offenbar mit der Entfernung des Standortes zusammenhängt“, erklärte der damalige niedersächsische Kultusminister und heutige Präsident des Landtages, Bernd Busemann (CDU), während seiner Festrede. Demnach seien die 17 Kilometer zum Gymnasium nach Papenburg eine Hemmschwelle gewesen.

Dörpens Samtgemeindebürgermeister Hermann Wocken (CDU), damals ein enger Mitarbeiter des Ministers in Hannover, belegte dies mit Zahlen. Vor der Schulgründung seien rund 30 Prozent der Dörpener Schüler zu einem Gymnasium gegangen (Schnitt im Landkreis ca. 33 Prozent), und nun liege der Schnitt bei etwa 36 Prozent (37,5 Prozent). „Das hat sich deutlich gesteigert“, sagt Wocken. Die Kommune liege nun im Kreisschnitt.

Busemann verglich die Entwicklung des Schulzentrums mit seiner eigenen Schulzeit Ende der Fünfzigerjahre. „Die Volksschule war damals die ganze Dörpener Schule“, so Busemann. In vier Räumen habe es acht Klassen mit rund 200 Schülern gegeben – und pro Raum einen Lehrer. Heute würden allein am Gymnasium 29 Pädagogen unterrichten und an der benachbarten Haupt- und Realschule rund 60. Nach zwei Jahren zur „Untermiete“ hat das Gymnasium ein eigenes Gebäude auf dem Campus bezogen. Das Gymnasium ist für 4,3 Millionen Euro errichtet worden. Zwei Jahre später wurden wie geplant zwei Klassenräume für 382000 Euro angebaut.


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