Energiebedarf optimieren Klimaschutzkonzept im nördlichen Emsland fortgeführt

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Die Energie soll effizienter genutzt werden. Symbolfoto: Aloys SchulteDie Energie soll effizienter genutzt werden. Symbolfoto: Aloys Schulte

Dörpen. „Energieeffizienz in Unternehmen“ lautete das Thema des zweiten Workshops zur Erstellung eines integrierten Klimaschutzkonzeptes für die Region Papenburg, Dörpen und Rhede.

Rund 20 Teilnehmer gingen bei der Veranstaltung im Dörpener Rathaus der Frage nach , wie vor allem kleine und mittelständische Unternehmen energieeffizient wirtschaften und dennoch wettbewerbsfähig bleiben können.

Bis zum Jahr 2020 sei die von der Bundesregierung angestrebte Senkung der CO2-Emission um 40 Prozent nur im Dreiklang aus Energiekosteneinsparung, Energieeffizienzsteigerung und dem Einsatz regenerativer Energien erreichbar, erklärte Wilfried Gravel, Mitarbeiter der Energieeffizienzagentur des Landkreises Emsland in seinem Vortrag. Durch gezielte und nachhaltig wirkende Energieeffizienz- und Klimaschutzmaßnahmen ließen sich Energiekosten maßgeblich verringern. Insbesondere im Mittelstand gebe es eine Vielzahl von Einsparpotenzialen, die zunächst jeder Betrieb für sich selbst zu definieren habe. Diese seien unter anderem in der Beleuchtung, Heizung, EDV, Logistik oder Produktion zu finden. „Nur wer seinen Energiebedarf kennt, kann ihn optimieren“, erklärte Gravel. Im Bereich der Energieeffizienz existiere eine Vielzahl von Fördermöglichkeiten wie zum Beispiel die Aufklärung durch einen unabhängigen Energieberater oder die Einrichtung eines Energiemanagementsystems.

Die Mitarbeiteraufklärung und Sensibilisierung für umweltbewusstes Verhalten auch außerhalb der eigenen vier Wände war unter anderem ein Thema in der von Dr. Clemens Elbing, Mitarbeiter der infas enermetric Consulting GmbH, anschließend moderierten Ideensammlung und Diskussion. Schulungen, ein innerbetriebliches Vorschlagswesen oder auch die Visualisierung der Kosten durch den Einsatz von Unterzählern in den einzelnen Abteilungen könnten die Mitarbeiter zu einer achtsameren Nutzung von Energie motivieren. Der Einzug größerer Lichtbänder in Produktionshallen erziele durch die Nutzung von Tageslicht nicht nur eine Energie-Optimierung, sondern wirke sich gleichfalls positiv auf Psyche und Motivation der Mitarbeiter aus.

Zur Klärung weiterer Ziele finden bis Mitte Juni weitere Workshops im Bereich des Klimaschutzes statt. Die dort gesammelten Ideen werden überprüft und konkretisiert. Ende November soll das Konzept für die Stadt Papenburg, die Samtgemeinde Dörpen und die Einheitsgemeinde Rhede vorliegen.


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