Partnerschaft neu besiegelt Dörpen und Dobron vertiefen Freundschaft

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Partner: Hermann Wocken, Manfred Gerdes, Tomasz Kania und Robert Jarzebak (von links). Foto: Gemeinde DobronPartner: Hermann Wocken, Manfred Gerdes, Tomasz Kania und Robert Jarzebak (von links). Foto: Gemeinde Dobron

Dobron/Dörpen. Die Partnerschaft zwischen der polnischen Gemeinde Dobron und der Gemeinde Dörpen ist anlässlich des 20-jährigen Jubiläums im Rahmen einer feierlichen gemeinsamen Ratssitzung in Dobron erneuert worden.

Bürgermeister Robert Jarzebak und Ratsvorsitzender Tomasz Kania (beide Dobron) sowie Bürgermeister Manfred Gerdes und Gemeindedirektor Hermann Wocken unterzeichneten im Rathaus der Partnergemeinde die Kooperationsurkunde aus dem Jahr 1993 nochmals.

Auf Einladung der Gemeinde Dobron war eine Delegation von Rat und Verwaltung in Begleitung des Ehrenbürgermeisters der Gemeinde Dörpen, Jan Franzen, und des ehemaligen Gemeindedirektors Hermann Korte nach Polen aufgebrochen. Franzen und Korte hatten vor 20 Jahren die Partnerschaftsurkunde für die Gemeinde Dörpen unterzeichnet.

Dobron enthüllte im Rahmen der Jubiläumsfeierlichkeiten eine Gedenktafel. Die Gemeindevertreter aus Dörpen hatten als Zeichen der Freundschaft eine Eiche mitgebracht, die gemeinsam von Vertretern beider Gemeinden im Park bei der Kirche in Dobron gepflanzt wurde. Bürgermeister Gerdes sagte in seiner Rede während der gemeinsamen Ratssitzung: „Möge unsere Partnerschaft weiter wachsen und groß werden wie eine kleine Eiche, die Jahr für größer und stärker wird.“

Am 9. Oktober 1993 – und damit als eine der ersten Gemeinden im Emsland – hatte Dörpen die Partnerschaft mit Dobron offiziell beurkundet. Der damalige Bürgermeister Franzen erläuterte die Hintergründe für die Freundschaft mit der polnischen Gemeinde. In der Zeit des Zweiten Weltkrieges waren Zwangsarbeiter aus dem Ort in der Nähe der Millionenstadt Lodz in Dörpen. Auf diese Weise entstanden Kontakte, die die schwierige Zeit überdauerten und Ende der 70er Jahre zu ersten Treffen und gegenseitigen Besuchen führten, die schließlich in die offizielle Partnerschaft mündeten.

In Dobron verständigten sich die Vertreter beider Gemeinden, die Kooperation wieder zu stärken. Auf drei Ebenen soll versucht werden, die Kontakte wieder zu beleben. Die Räte und Verwaltungen sollen sich im Wechsel jede Ratsperiode besuchen. Zusätzlich soll es offizielle Besuche der Gemeinden dann geben, wenn ein Gemeindejubiläum ansteht oder die Partnerschaft ein Jubiläum hat, wie in fünf Jahren das 25-jährige. Außerdem soll die Partnerschaft von den Vereinen und Verbänden sowie den Schulen und anderen Institutionen der Orte gelebt werden.


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