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Anlaufstelle für Freiwillige Samtgemeinde Dörpen stärkt Ehrenamt mit neuem Hilfsangebot im Rathaus

<em>Geschlossen</em> hinter der Servicestelle Ehrenamt stehen Bürgermeister und Verwaltung der Samtgemeinde Dörpen (von links): Reinhard Gansefort, Johann Mardink, Hermann Schweers, Hermann Coßmann, Hermann Gerdes, Heinz-Joachim Schmitz, Simone Zeppenfeld, Gerd Klaas, Hermann Borchers, Heinz-Hermann Lager, Hermann Wocken, Hans Haskamp, Manfred Gerdes, Andreas Hövelmann und Antonius Pohlmann. Foto: Gerd SchadeGeschlossen hinter der Servicestelle Ehrenamt stehen Bürgermeister und Verwaltung der Samtgemeinde Dörpen (von links): Reinhard Gansefort, Johann Mardink, Hermann Schweers, Hermann Coßmann, Hermann Gerdes, Heinz-Joachim Schmitz, Simone Zeppenfeld, Gerd Klaas, Hermann Borchers, Heinz-Hermann Lager, Hermann Wocken, Hans Haskamp, Manfred Gerdes, Andreas Hövelmann und Antonius Pohlmann. Foto: Gerd Schade

Dörpen. Das Zusatzschild vor der Amtsstube von Simone Zeppenfeld im Dörpener Rathaus muss noch anmontiert werden, organisatorisch und inhaltlich aber ist das neueste Angebot der Samtgemeinde (SG) in trockenen Tüchern. Gestern wurde die „Servicestelle Ehrenamt“ der SG offiziell „scharf geschaltet“. Dahinter steckt ein Unterstützungsangebot für Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren beziehungsweise dies künftig tun wollen.

Simone Zeppenfeld, seit mehr als 20 Jahren in Diensten der SG-Verwaltung und seit 2004 Leiterin des Sozialamtes, wird auch die Servicestelle Ehrenamt führen. Sprechzeiten sind mittwochs von 14.30 bis 16.30 Uhr in Raum 111 des Rathauses an der Hauptstraße in Dörpen. Darüber hinaus können Termine, Anfragen und Anregungen auch telefonisch unter 04963/402111 vereinbart beziehungsweise besprochen werden.

Zeppenfeld zufolge ist durch aktuelle Studien belegt, dass grundsätzlich mehr Menschen bereit sind, sich ehrenamtlich zu engagieren – vorausgesetzt, sie werden dabei unterstützt. Genau an diesem Punkt will die Servicestelle anknüpfen.

Als erste konkrete Handlungsfelder skizzierte Zeppenfeld das Bekanntmachen der neuen Einrichtung durch Vorstellungsrunden bei ehrenamtlich tätigen Organisationen aus den Bereichen Kirche, Sport, Kultur und Soziales. Außerdem soll möglichst bis zum Sommer eine Internetbörse zur Ehrenamts- und Freiwilligenarbeit in den Mitgliedsgemeinden der SG Dörpen eingerichtet werden. Ein weiteres Hauptaugenmerk liegt auf der Vernetzung der ehrenamtlichen Arbeit innerhalb und außerhalb der Samtgemeinde. Als wichtig erachtet wird beispielsweise die Mitarbeit im Netzwerk der Freiwilligenagenturen auf Kreis- und Landesebene. Hier ist die SG nach eigener Auffassung bisher nur wenig präsent.

Mittelfristig geplant sind zudem neben integrativen Aktivitäten im Bereich der Jugend- und Seniorenarbeit auch grundlegende Angebote wie Fortbildungen von Ehrenamtlichen zum Beispiel in Steuer- und Versicherungsfragen.

SG-Bürgermeister Hermann Wocken (CDU) ordnete die Stärkung des Ehrenamtes neben der wirtschaftlichen Entwicklung, dem Beackern der Bildungslandschaft und dem Aufrechterhalten und Ausbau der medizinischen Versorgung als eines der „vier Megathemen der Samtgemeinde“ ein. Anders als beispielsweise bei der medizinischen Versorgung agiert die SG Wocken zufolge beim Thema Ehrenamt aus einer „Position der Stärke“. Das belegt nach seinen Worten eine Bestandserhebung aus dem vergangenen Herbst, wonach in der SG 265 Vereine, Verbände und Organisationen auf ehrenamtlicher Basis agieren. „Das bedeutet 265 Vorsitzende, 265 Vorstände und insgesamt mehrere Tausend Mitglieder“, erklärte Wocken. Insofern könne man annehmen, dass kein akuter Handlungsbedarf besteht. Allerdings nur auf den ersten Blick. Denn der demografische Wandel und die Zeiten knapperer Gemeindekassen werden laut Wocken auch vor der SG Dörpen nicht halt- machen. „Das bedeutet, dass künftig ein noch stärkeres ehrenamtliches Engagement erforderlich ist, um bestimmte Strukturen aufrechtzuerhalten“, prophezeite Wocken.


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