Äste drohen abzubrechen "1000-jährige Linde" in Heede ist abgesperrt worden

Von pm

Der Bereich der Heeder Linde ist aus Sicherheitsgründen abgesperrt worden. Foto: Archiv/Anna HeidtmannDer Bereich der Heeder Linde ist aus Sicherheitsgründen abgesperrt worden. Foto: Archiv/Anna Heidtmann

Heede. Die „1000-jährige“ Linde in Heede ist aus Sicherheitsgründen abgesperrt worden. Nun sollen baumfachliche Arbeiten folgen, um den Bereich für Besucher wieder sicher zu machen. Das geht aus einer Pressemitteilung des Landkreises hervor.

Ein durch einen Sachverständigen erstelltes Gutachten ergab laut Mitteilung des Landkreises, dass das markante Naturdenkmal die Verkehrssicherheit nicht mehr erfüllt. Daher wurde der Bereich der Linde in  Zusammenarbeit mit der Gemeinde Heede abgesperrt. 

Um die Verkehrssicherheit wiederherzustellen und den Baum gesund zu erhalten, müssen nun umfangreiche baumpflegerische Erhaltungsmaßnahmen durchgeführt werden. Dies geschieht nach Angaben der Kreisverwaltung in Abstimmung mit dem Kuratorium „Nationalerbe-Bäume“. Die Heeder Linde ist seit vergangenem Oktober erster Nationalerbe-Baum Deutschlands. 

600 bis 800 Jahre alte Sommerlinde

Es sind ihr Alter und ihre gigantische Erscheinung, für die die „dicke Linde“ in Heede bekannt ist. Die Deutsche Dendrologische Gesellschaft (DDG) kürte die zwischen 600 und 800 Jahre alte Sommerlinde zum ersten „Nationalerbe-Baum“ Deutschlands. Mit dem Ziel, alte und gefährdete Baumarten zu schützen, zu erhalten und fachkundig zu pflegen, will die DGG insgesamt 100 Nationalerbe-Bäume ausrufen.

Mit einem Stammumfang von rund 17 Metern ist die Heeder Linde der dickste hochstämmige Baum Deutschlands. Genetisch nachgewiesen ist, dass sie nicht aus einer sogenannten Büschelpflanzung mit mehreren Jungpflanzen herangewachsen ist, sondern dass es sich um nur einen Baum handelt.

Die Heeder Linde schmückt das Gemeindewappen und ist seit 1932 als Naturdenkmal geschützt.


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