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16.04.2019, 18:59 Uhr KOMMENTAR

Ausbau des Küstenkanals: Gehört angepackt

Ein Kommentar von Maike Plaggenborg


Foto: Maike PlaggenborgFoto: Maike Plaggenborg

Dörpen. Der Ausbau des Küstenkanals zwischen Dörpen und Oldenburg ist ein Projekt, auf dessen endgültige Fertigstellung die Region noch gut 20 Jahre warten müssen wird. Dennoch: Das Projekt gehört trotz bisheriger Verzögerungen angepackt. Ein Kommentar.

In der Tat: Die Projekte rund um den Binnenschifffahrtsbetrieb in Dörpen gehören offensichtlich dringend angepackt, weil sich der Küstenkanal, der für 255 Millionen Euro ausgebaut werden soll, inzwischen als partielle Bremse erweist.

Eine Wasserstraße, die eine Querverbindung zwischen Weser und Ems und als Zubringer für das Güterverkehrszentrum Emsland in Dörpen wichtig ist, sollte keine nadelöhrartigen Engpässe haben, in denen sich der Schiffsverkehr gängiger Größe nicht begegnen kann. Das beinhaltet zudem, dass auch größere Schiffe auf dem Teilstück nicht aneinander vorbeikommen. Und fest steht: Die Schiffe werden größer.

Das erscheint wenig wirtschaftlich und passt nicht zu einem System, das auf Wachstum ausgerichtet ist. In die gleiche Kerbe schlägt die Erneuerung eines Stemmtores in der Dörpener Schleuse, die dadurch länger wird und Platz bietet für die Schiffe der größeren Bauart. Die Rahmenbedingungen passen sich mit den beiden Projekten gleichermaßen dem Bedarf und dem Potenzial einer Region an, die entsprechende Investitionen nötig hat, aber gleichzeitig auch zu nutzen weiß.


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