Baustart ab Sommerferienende Dörpen: Container am Jugendzeltplatz werden durch Neubau ersetzt

Die Container am Jugendzeltplatz in Dörpen sind heruntergekommen. Foto: Maike PlaggenborgDie Container am Jugendzeltplatz in Dörpen sind heruntergekommen. Foto: Maike Plaggenborg

Dörpen. Statt vier heruntergekommener Container soll den Jugendzeltplatz in Dörpen demnächst der Neubau eines Sozialgebäudes schmücken. Bürgermeister Manfred Gerdes (CDU) hat in der Gemeinderatssitzung durchblicken lassen, wie nötig das ist.

Die Schilder an den bestehenden, teils mit Grünspan bedeckten Containern lassen auf eine frühere Nutzung als Sanitäranlagen auf dem Jugendzeltplatz in Dörpen schließen. Sie sind "ein bisschen in die Jahre gekommen", sagt Gerdes und bezeichnet diese Aussage als "vorsichtig formuliert". Seit Jahrzehnten sei er immer wieder mal auf Zeltplätzen unterwegs, berichtete er in der Sitzung und stellte im Vergleich fest: "Bei uns ist es alles andere als toll." Dennoch gebe es bei den Besuchern in Dörpen eine "große Zufriedenheit mit der Infrastruktur". Allerdings fehle eine Rückzugsmöglichkeit mit Blick auf die Witterung. "Die einzige Möglichkeit, auf schwere Unwetter zu reagieren, ist bisher die Evakuierung der Gäste", heißt es in der Beschlussvorlage zum Thema. Alle vorhandenen Sanitärcontainer seien "bis auf eine Ausnahme technisch abgängig". Gerdes: "Wir wollen den Platz noch attraktiver machen". Grafik/Quelle: Architekturbüro Hans Kuper

Und das ist geplant: Der Neubau soll Außenmaße von 25 mal 13 Metern haben, wie die Verwaltung auf Nachfrage mitteilte. Für einen "Schlechtwetterraum" beziehungsweise Mehrzweckraum mit Bühne sind etwa 100 Quadratmeter vorgesehen. Er könne für verschiedene Aktivitäten oder "zum geschützten Unterbringen von Equipment genutzt werden". "Neben den Sanitäranlagen hat dieser Raum die zentrale Funktion schlechthin", teilte Heinz-Hermann Lager, Leiter des Fachbereichs Finanzen und Wirtschaftsförderung, mit. Auch eine Küche sowie ein Lagerraum sollen im Gebäude untergebracht werden. Der Baustart sei für die Zeit nach den Sommerferien angedacht. "Dadurch könnten Konflikte mit der jetzt bald anlaufenden Zeltplatzsaison in 2019 vermieden werden", so Lager weiter. So bestünden gute Aussichten, dass zur Saison 2020 alles fertig sei. Für die Außenanlagen gebe es noch keine konkreten Pläne.

Besucherzahlen seit Jahren konstant

Wie Lager weiter antwortete, sind die Besucherzahlen auf dem Jugendzeltplatz seit Jahren "recht konstant". Der Platz sei in den Pfingst- und Sommerferien "im Wesentlichen durchgängig ausgebucht". Durchschnittlich verzeichne die Gemeinde jährlich 800 Gäste. Das ergebe zwischen 3500 und 5000 Übernachtungen pro Jahr.

Foto: Maike Plaggenborg


Der Rat entschied sich einstimmig dafür, dass die weiteren Schritte für den Bau eines Sozialgebäudes inklusive der Wahl eines Architekten und der Ausschreibung der Arbeiten erfolgen soll. Der Beschlussvorlage war im Vorhinein zur Sitzung zu entnehmen, dass auch die Variante der Ersatzbeschaffung von Containern durchdacht, öffentlich im Gremium allerdings nicht mehr diskutiert wurde. Sie hätten etwa 120.000 Euro gekostet, damit aber fehle weiterhin die Möglichkeit zum Schutz vor Unwetter. 

Entscheidung für Massivbauweise

Die Entscheidung fiel im Rat zugunsten des Gebäudes in Massivbauweise aus, das mit 566.000 Euro zu Buche schlägt, allerdings mit Fördermitteln durch das Amt für regionale Landesentwicklung (200.000 Euro) gefördert werde, heißt es weiter in der Vorlage. Ein weiterer Antrag in Höhe von 113.000 Euro vom Landkreis steht noch aus. Eine Förderung durch die Sparkassenstiftung läuft auf 15.000 Euro hinaus. Bei der Gemeinde verbleibe damit ein Eigenanteil in Höhe von 328.000 Euro. Finanzielle Mittel sind bereits im laufenden Haushaltsplan berücksichtigt worden.


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