Für soziale Entwicklung Dorfregion Dersum-Kluse-Walchum nimmt Arbeit auf

Die Akteure der sozialen Dorfentwicklung in Dersum, Kluse und Walchum nahmen die Arbeit im Rahmen der Auftaktveranstaltung auf. Foto: SG Dörpen/Angelika OelsnerDie Akteure der sozialen Dorfentwicklung in Dersum, Kluse und Walchum nahmen die Arbeit im Rahmen der Auftaktveranstaltung auf. Foto: SG Dörpen/Angelika Oelsner

Steinbild. Gemeinsam mit rund 200 Bürgern haben die politisch Verantwortlichen in Dersum, Kluse und Walchum die Arbeit für die soziale Dorfentwicklung aufgenommen. Bei der Auftaktveranstaltung im Steinbilder Niedersachsenhaus wurden erste Ideen formuliert.

Die drei Dörfer Dersum, Kluse und Walchum bilden seit August 2018 eine Region, die in dem Modellprogramm „Soziale Dorfentwicklung“ gefördert wird. Mitte Juli hatten die Bürgermeister der drei Gemeinden, Hermann Borchers (Kluse), Hermann Coßmann (Dersum) und Alois Milsch (Walchum), den Bescheid für die Aufnahme in die Dorfentwicklung bekommen. Kern des Projektes ist eine intensive Bürgerbeteiligung.

„Sehr gute Ausgangslage“

Einer Mitteilung der Samtgemeinde Dörpen zufolge soll mit möglichst vielen Bürgern gemeinsam eine Vorstellung davon entwickelt werden, wie sie sich die Zukunft der Dörfer vorstellen und durch welche Projekte die Zukunft gestaltet werden kann. Während der Auftaktveranstaltung machte SG-Bürgermeister Hermann Wocken auf die Dringlichkeit aufmerksam, dem demografischen Wandel begegnen zu müssen. „Für unsere Dörfer Dersum, Kluse und Walchum ist die Ausgangslage zur Bearbeitung dieser Zukunftsfragen sehr gut, denn wir können sie aus einer Position der Stärke heraus miteinander gestalten. Zu unseren Stärken zählen eine immer noch recht gesunde Vereinslandschaft und vielfach noch funktionierende Nachbarschaften“, wird Wocken in der Mitteilung zitiert.

Auftaktfeier im Sommer

Während des Abends formulierten nach Angaben der Samtgemeinde die Bürgermeister Borchers, Coßmann und Milsch Leitideen zu den Themen Alterung, Vernetzung und Digitalisierung sowie die zukünftige Attraktivität der Wohnorte und Lebensräume.

Das Team des begleitenden Planungsbüros Regionalplan & UVP moderierte die Veranstaltung und erläuterte durch erfolgreiche Beispiele aktiver Dörfer im Umfeld, welche weitreichenden Möglichkeiten dieser Dorfregion geboten werden. Zu den zahlreichen Ideen gehöre zum Beispiel die Planung einer ersten gemeinsamen Auftaktfeier im Sommer, die die Dorfregion verbinden soll.

Fördermittel in Aussicht

Sylvia Backers vom Amt für regionale Landentwicklung (ArL) erklärte den Vorteil der sozialen Dorfentwicklung: „Sie bekommen viel mehr als die klassische Dorferneuerung bietet. Es geht hier weit über die reinen investiven Projekte hinaus“. Selbstverständlich könne es zur Umsetzung der Maßnahmen Fördermittel geben. Neu an der sozialen Dorfentwicklung ist nach ihren Worten die Moderation der Dorfgespräche. Wichtig sei vor allem die Beteiligung einer breiten Bevölkerungsschicht. Sie sichere Backers zufolge langfristig und nachhaltig den Dorfcharakter.Beratend wird das Team des Planungsbüros zur Verfügung stehen und mittels Dorfgesprächen, Küchentischgesprächen oder auch Workshops Impulse Bürger koordinierend aufgreifen.


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