37. Fastenmarsch am 24. März Solidarität und Unterstützung für Menschen in Burkina Faso

Etwa 50 Helfer kamen zum Organisationstreffen und können sich nun kreative Gedanken über die Gestaltung ihrer Stationen machen. Foto: Micha LemmeEtwa 50 Helfer kamen zum Organisationstreffen und können sich nun kreative Gedanken über die Gestaltung ihrer Stationen machen. Foto: Micha Lemme 

Dörpen. Zum 37. Mal findet am 24. März der Fastenmarsch durch das nördliche Emsland statt. Bei einem Organisationsabend in Dörpen haben sich Helfer und Organisationen auf die karitative Großveranstaltung eingestimmt und konnten sich einen Überblick über das diesjährige Spendenprojekt verschaffen.

„Jemanden glücklich machen ist das höchste Glück“ – das Zitat von Theodor Fontane beschreibt sehr gut, mit welchem Antrieb und welchem Motiv sich auch in diesem Jahr wieder hunderte Menschen auf den Weg zum Fastenmarsch machen werden. Der Satz begleitet diesjährigen Marsch – es ist der 37. dieser Art im nördlichen Emsland.

Fontanes Zitat schmückt die beliebten Fastenmarsch-Armbänder. Foto: Micha Lemme


Lena Brinker, Jugendreferentin im Dekanat Emsland-Nord, empfing auch in diesem Jahr wieder zahlreiche Gäste im Dörpener Christophorushaus, um sich gemeinsam für das karitative Event am 24. März zu organisieren. Etwa 50 Helfer waren zu Gast und stimmten sich auf den kommenden Fastenmarsch ein. „Wir sind in diesem Jahr bei 38 Stationen. Hinzu kommen sechs weitere im Sögeler Raum“, sagte Brinker. Im vergangenen Jahr wurden 992 Teilnehmer erfasst. „Insgesamt kann man also davon ausgehen, dass mehr als 1000 Menschen mitgegangen und mitgefahren sind“, freute sich Brinker.

Das System ist simpel: Kilometer für Spenden

Das System und die Idee des Fastenmarsches musste sie den zum Teil schon seit Jahren als Helfer aktiven Gästen kaum mehr erklären: Die Teilnehmer des Marsches suchen sich im Vorlauf Sponsoren, die ihnen für jeden Kilometer eine Spende zusprechen. Am Fastenmarschsonntag können im gesamten nördlichen Emsland Stationen angesteuert werden, an denen sich die Aktiven die zurückgelegte Strecke bestätigen lassen können. Zudem haben sie an den oftmals mühevoll eingerichteten Stationen die Möglichkeit, sich bei Keksen und Getränken zu stärken.

Wo geht's lang? Jugendreferentin Lena Brinker beantwortet die Frage und zeigt das Streckennetz des Fastenmarsches. Foto: Micha Lemme


Die Spendensumme – 2018 kam ein Betrag in Höhe von 47.216 Euro zusammen – wird zusammengetragen und soll im Herbst des Jahres über das Hilfswerk Misereor an eine Projekt für notleidende Menschen übergeben werden. In diesem Jahr wird die Aktion „Christen und Muslime: Gemeinsam gegen die Wüste in Burkina Faso“ finanziell unterstützt. Johannes Schaaf war als Misereor-Referent aus Aachen angereist, um die Helfer über das Projekt und die Lage in Burkina Faso zu informieren.

Reichlich Material: Die Vertreter der einzelnen Gemeinden und Stationen erhielten die wichtigsten Unterlagen. Foto: Micha Lemme


Dem westafrikanischen Land, insbesondere seinen nördlichen Regionen, setze die klimatische Entwicklung zu, erklärte Schaaf. „Der Klimawandel ist ein drastisches Problem. Die Wüstengebiete in Burkina Faso breiten sich mehr und mehr aus.“ Die „Geschwisterliche Vereinigung der Gläubigen“, ein interreligiöser Zusammenschluss von Christen und Muslimen, habe sich zur Aufgabe gemacht, die Lebensbedingungen im nördlichen Bereich des Landes zu verbessern.

Schaaf: Einer der schönsten Tage des Jahres

Damit auch weiterhin Brunnen und Regenauffangbecken gebaut werden können, um die trockenen Böden in grüne Gebiete verwandeln zu können, sei die Organisation auf Spenden angewiesen. Im Namen von Misereor bedankte sich Schaaf für die Initiative rund um den Fastenmarsch. Auch er selbst sei bereits seit 22 Jahren aktiver Teilnehmer des Marsches: „Ohne Übertreibung kann ich sagen: Das ist für mich einer der schönsten Tage des Jahres“, gestand Schaaf. „Und es ist der größte von 160 Solidaritätsläufen, die Misereor hat.“




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