Neue Produkte entwickelt Heeder sieht trotz Insolvenz Zukunft für GPS-Notrufuhren

Eine Armbanduhr mit einem Notruf-System für Senioren, Kinder und hilfsbedürftige Personen hat der Heeder Andreas Eden entwickelt. Sei Unternehmen Fairtek musste nun Insolvenz anmelden. Die Finanzlücke soll aber bald gestopft sein. Foto: Lea BeckerEine Armbanduhr mit einem Notruf-System für Senioren, Kinder und hilfsbedürftige Personen hat der Heeder Andreas Eden entwickelt. Sei Unternehmen Fairtek musste nun Insolvenz anmelden. Die Finanzlücke soll aber bald gestopft sein. Foto: Lea Becker

Heede. Mit der Entwicklung und dem Verkauf einer GPS-Notrufuhr hat sich der Heeder Andreas Eden vor zwei Jahren selbständig gemacht. Nun musste sein Unternehmen Fairtek Insolvenz anmelden. Aufgeben will der Fachinformatiker deshalb nicht und setzt auf weitere Neuentwicklungen.

Die Idee, eine Uhr zu entwicklen, die mit einem Knopfdruck einen Notruf absetzt, kam ihm wie berichtet Ende 2015 durch seine demente Großmutter. Die hatte einen klassischen Hausnotrufknopf, der über das Telefonnetz funktionierte. Das Problem: Wenn sie mehr als 20 Meter von der Basisstation vom Haus entfernt war, funktionierte der Notrufknopf nicht mehr. 

Er entwickelte die "Pro Mobile SOS Notrufuhr", die per Knopfdruck einen Telefonanruf an bis zu drei eingespeicherte Nummern absetzt und die es ermöglicht, dass der Uhrenträger und Helfer miteinander sprechen. Zusätzlich bekommt der Empfänger eine SMS mit der genauen Adresse des Hilfsbedürftigen. Auch die Gegenseite, zum Beispiel die Kinder oder Enkelkinder des Uhrenträgers, können einen Anruf mit der Notfalluhr aufbauen und nachfragen, ob alles in Ordnung ist. 

Trotz Insolvenz alle Uhren weiter erhältlich

Mitte 2016 verkaufte Eden die ersten Uhren über das Internet. Nun musste die von ihm gegründete und geleitete Fairtek GmbH mit Sitz Am Kindergarten 5 in Heede einen Antrag auf ein Insolvenzverfahren stellen, am 7. Februar wurde dieses eröffnet und und Rechtsanwalt Andreas Sontopski aus Wettringen vom Insolvenzgericht in Meppen als Insolvenzverwalter bestellt. Eden betont, dass dies keine direkten Auswirkungen auf den Verkauf der Uhren hat. "Alle bisher entwickelten GPS-Notrufuhren-Modelle werden nach wie vor an gewerbliche und auch an Endkunden vertrieben", so der Heeder. 

Weiterhin werde auch an neuen Sicherheits-Produkten gearbeitet. "Dabei sind ganz neue einzigartige Entwicklungen im Bereich Sicherheits-Technologien für Senioren und andere Zielgruppen entstanden. Diese Neuentwicklungen sind kurz vor der endgültigen Marktreife und werden von uns in naher Zukunft auf dem deutschen und auch europäischen Markt angeboten", erklärt Andreas Eden. 

Gespräche mit Kapitalgebern waren erfolgreich

Eben jene Neuentwicklungen seien auch der Grund für die (vorläufige) Zahlungsunfähigkeit gewesen. "Um diese Neuentwicklungen unter den neuen deutschen und europäischen Produktbestimmungen und Datenschutzrechten zur Marktreife zu bringen, mussten hohe Entwicklungs-Gelder aufgewendet werden, die mit neuen privaten Investitions-Kapital erbracht werden mussten. Öffentliche Fördergelder oder ähnliches wurden nicht bewilligt und somit auch nicht verwendet." Gespräche mit Kapitalgebern seien zwischenzeitlich ins Stocken geraten, wodurch "einige Außenstände" entstanden seien, erklärt der 43-Jährige. "Diese Fehler wurden nun aber beseitigt und die erwähnten benötigten Gelder wurden angewiesen und sind nun unterwegs. Somit dürfte in den nächsten Tagen der ganz normale Betrieb bei der Fairtek GmbH wieder aufgenommen werden."

Der Emsländer gibt sich kämpferisch und sagt: "Dieser eher kleine Rückschlag wird uns ganz bestimmt nicht aus der Bahn werfen beziehungsweise uns nicht vom geplanten Weg abbringen."


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