Landkreis Emsland reagiert Störung an Leher Biogasanlage: Betreiber muss Gutachter einschalten

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Aus zwei Gärbehältern besteht die Biogasanlage an der Neuleher Straße in Lehe. Bei dem neueren Behälter, der erst im Januar 2018 in Betrieb genommen wurde, ist am Wochenende die Wetterschutzfolie gerissen. Foto: Daniel Gonzalez-TepperAus zwei Gärbehältern besteht die Biogasanlage an der Neuleher Straße in Lehe. Bei dem neueren Behälter, der erst im Januar 2018 in Betrieb genommen wurde, ist am Wochenende die Wetterschutzfolie gerissen. Foto: Daniel Gonzalez-Tepper

Lehe. Nach der Störung an einer Biogasanlage in Lehe, durch den sich das Schutzdach der Anlage stark verformt hat, ist der Betreiber vom Landkreis Emsland dazu aufgefordert worden, einen Sachverständigen einzuschalten. Er soll die Ursache für die Störung herausfinden.

Wie berichtet, hatten Windböen am Wochenende dafür gesorgt, dass die Wetterschutzfolie der Anlage gerissen ist und dadurch die Hauptschutzfolie sichtbar wurde. Diese verformte sich wegen des Drucks, der in der Anlage herrscht, eiförmig nach oben und rief Anwohner auf den Plan, die sich Sorgen um die Sicherheit der Anlage machten.

Diese aber waren unbegründet, wie der Landkreis nun bestätigt. "Der Betreiber der Anlage hat am Montagmittag dem Landkreis Emsland einen nach außen hin sichtbaren Schaden an der Anlage telefonisch gemeldet", teilte Anja Rohde, Sprecherin der Kreisbehörde, am Dienstag auf Nachfrage mit. Die Anlage sei daraufhin noch am Montagnachmittag von einem Mitarbeiter des Landkreises Emsland in Augenschein genommen worden. "Dabei wurde festgestellt, dass die Biogasanlage kein Gas verliert oder verloren hat. Eine Gefährdung nachbarschaftlicher Ansiedlungen bestand und besteht nicht", betonte Rohde.

Betreiber muss Ursache klären lassen und informieren

Sie bestätigte damit Angaben von Heinz Terhorst, dem Betreiber der Anlage, gegenüber unserer Redaktion am Montagnachmittag. Dem Walchumer zufolge wurden die Firmen, die mit der Errichtung der Biogasanlage betraut waren, umgehend informiert und mit der Reparatur und Instandsetzung der Folie bereits beauftragt. Terhorst zufolge wurde die Anlage im Januar 2018 in Betrieb genommen.

Der Landkreis stuft das Problem derweil nicht als „Störfall“ im Sinne der Störfallverordnung ein, sondern eben "nur" um einen Schaden an der Wetterschutzfolie, wie Rohde erklärte. "Die Ursache für die Beschädigung muss durch einen Sachverständigen bewertet werden. Das Ergebnis dieser Bewertung ist durch den Betreiber der Anlage beim Landkreis Emsland vorzulegen", so die Sprecherin.


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