Thema bei Neujahrsempfang Soziale Dorfentwicklung in Walchum im Fokus

Von Petra Glandorf

Meine Nachrichten

Um das Thema Dörpen Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Ihren Dank sprachen Ehrenbürgermeister Hermann Schweers (4. von links), Pastor Rainer Jenke (5. von links), Pfarrer Matthias Schneider (6. von links), Bürgermeister Alois Milsch (7. von links) und Samtgemeindebürgermeister Hermann Wocken (8. von links) den Ehrenamtlichen aus. Musikalisch unterstützte die Gitarrengruppe „Inmelodia“ aus Hasselbrock den Neujahrsempfang. Foto: Petra GlandorfIhren Dank sprachen Ehrenbürgermeister Hermann Schweers (4. von links), Pastor Rainer Jenke (5. von links), Pfarrer Matthias Schneider (6. von links), Bürgermeister Alois Milsch (7. von links) und Samtgemeindebürgermeister Hermann Wocken (8. von links) den Ehrenamtlichen aus. Musikalisch unterstützte die Gitarrengruppe „Inmelodia“ aus Hasselbrock den Neujahrsempfang. Foto: Petra Glandorf

Walchum. Der Walchumer Bürgermeister Alois Milsch hat beim Neujahrsempfang der Gemeinde auf das vergangene Jahr zurückgeblickt. Ein Hauptaugenmerk hatte dabei die Aufnahme der Gemeinden Walchum, Dersum und Kluse in das soziale Dorfentwicklungsprogramm.

Weiter berichtete Milsch über die Fertigstellung des Breitbandausbaus, der Aufstellung eines Funkmastes, der Ausbesserung des Radweges an der Ems durch eine Teerdecke, der Einweihung der Wagenremise, dem Verkauf aller Baugrundstücke in den bisherigen Baugebieten in Hasselbrock und vom Gesundheitszentrum, dessen Räumlichkeiten von der Tagesstätte „St. Georg“, einem Physiotherapeuten und einem Allgemeinmediziner sowie einem Geldautomaten genutzt werden. „Ich habe bei allen Projekten im vergangenen Jahr gemerkt, dass es wichtiger ist, miteinander zu reden als übereinander“, so Milsch.

Ehrenamt sehr wichtig

In seiner Ansprache lobte Samtgemeindebürgermeister Hermann Wocken das vielseitige, ehrenamtliche Engagement in der Gemeinde Walchum mit seinen Ortsteilen Walchum und Hasselbrock. Das Ehrenamt sei nicht irgendeine Nebensache, sondern zähle als unersetzlicher Eckpfeiler für ein funktionierendes, freiheitliches Gemeinwesen. Ehrenamtlich Tätige verfolgten Ziele, die auch im Sinne des demografischen Wandels von großer Wichtigkeit seien. „Wo Menschen ein soziales Netz knüpfen, am kommunalen Leben teilnehmen und mitgestalten können – dort fühlen sie sich angenommen und möchten dort wohnen bleiben. Diese Erkenntnisse haben auch zu der Aufnahme der Gemeinden Walchum, Dersum und Kluse in das soziale Dorfentwicklungsprogramm beigetragen.“, so Wocken.

Bürgerbeteiligung im Vordergrund

In der ersten Phase des im Frühjahr beginnenden Dorfentwicklungsprogramms steht laut Wocken die umfassende Bürgerbeteiligung im Vordergrund. Mithilfe vieler Gruppen und Akteure soll ein Dorfentwicklungsplan erstellt werden. Dieser Plan beinhaltet die Entwicklung einer Perspektive wie die Dorfgemeinschaft sich die Zukunft des Dorfes vorstellt. Im Hintergrund steht die Zusammenführung der Mitbürger. Durch die Veränderung der sozialen Strukturen auf dem Land soll einer zunehmenden Vereinsamung entgegengewirkt werden. Für die Zukunft wünschte sich Wocken noch mehr ehrenamtliches Engagement, um ein gemeinschaftliches Kommunalleben zu ermöglichen.

Pfarrer Matthias Schneider dankte in seinen Grußworten ebefalls allen Ehrenamtlichen. Gerade im kirchlichen Bereich geschehe viel ehrenamtlicher Einsatz. „Jeder hat gute Talente und Charismen, mit denen man wachsen und es im Ehrenamt umsetzen kann. Ein Ehrenamt auszuführen ist wichtig, weil wir überzeugt sind, dass eine Gemeinschaft nur dann funktionieren kann, wenn es in eigener Hand liegt“, so Schneider. Für den musikalischen Rahmen sorgte die Hasselbrocker Gitarrengruppe „Inmelodia“ mit einem abwechslungsreichen Liederrepertoire.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN