L 48 bleibt Sorgenkind der Gemeinde Dersumer CDU wappnet sich für Dorfentwicklung

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In der Mitgliederversammlung des CDU-Ortsverbands Dersum ist Hermann Coßmann (Siebter von links) als Vorsitzender wiedergewählt worden. Foto: Maike PlaggenborgIn der Mitgliederversammlung des CDU-Ortsverbands Dersum ist Hermann Coßmann (Siebter von links) als Vorsitzender wiedergewählt worden. Foto: Maike Plaggenborg

Dersum. Das Thema Hauptstraßensanierung in Dersum ist ein negativer Dauerbrenner in der Gemeinde – so auch jüngstens in der Sitzung des CDU-Ortsverbandes. Aufbruchstimmung herrschte dagegen beim Austausch über die Gestaltung einer sozialen Dorfentwicklung. Dersum ist gemeinsam mit den Gemeinden Kluse und Walchum in einem Förderprogramm.

„Es gibt viele Leute in Dersum, die motiviert sind“, sagte der Bürgermeister und in der Sitzung einstimmig wiedergewählte CDU-Ortsvorstand Hermann Coßmann mit Blick auf die Dorfentwicklung. Mitte Juli in das Förderprogramm des Landes aufgenommen sucht die Dorfregion Dersum-Kluse-Walchum derzeit nach einem Planungsbüro, das das Projekt begleitet. Bis Weihnachten solle eines gefunden sein. „Anfang 2019 soll das gleich losgehen“, sagte Samtgemeindebürgermeister Hermann Wocken (CDU), der auch Kandidat für die Samtgemeindebürgermeisterwahl am 26. Mai 2019 ist, in der Sitzung. „Die Vorgaben aus Hannover sind noch nicht da“, sagte Wocken und wies darauf hin, dass „wir alle Freiräume haben“. Fördermittel gebe es „in unbegrenztem Ausmaß“, denn bisher seien die Beträge nicht gedeckelt. Eine hundertprozentige Förderung werde es allerdings nicht geben. Ohne Schulden komme man da nicht durch, hieß es aus der Mitgliederriege. „Absolut die Chance“ sieht Wocken etwa beim Thema Sporthalle, für die als sogenanntes multifunktionales Kommunikationszentrum eine Förderung abfallen könnte. Auch die Nahversorgung über einen Dorfladen in Neudersum hält er für „machbar“.

L 48 seit 15 Jahren Thema in der Gemeinde

Gegen die Finanzierung der Hauptstraßensanierung mit den Fördermitteln sprachen sich Pohlmann und Coßmann klar aus. „Es kann nicht sein, dass das Land damit die L 48 saniert“, sagte Coßmann. Für die Instandhaltung von Landesstraßen ist das Land zuständig. Allerdings gebe es grundsätzlich, so Wocken, die Zusage zur Sanierung von der zuständigen Straßenbaubehörde in Lingen. Fest steht, dass ein „Rundumschlag“ her müsse. „Wenn man durch Dersum fährt, braucht man keine Massage mehr“, äußerte Wocken sich ironisch über den Zustand der Ortsdurchfahrt. Die kaputte Straße sei bereits seit 15 Jahren ein Thema, hieß es in der Versammlung.

(Weiterlesen: Dersum bemüht sich weiter um neue Ortsdurchfahrt)

Wie genau das weitere Vorgehen mit einer beginnenden etwa ein bis zwei Jahre andauernden Phase der Bürgerbeteiligung aussehen kann, soll nach Möglichkeit beim Neujahrsempfang der Gemeinde Dersum am 10. Januar den dort eingeladenen Vorsitzenden der Vereine erklärt werden. Wie CDU-Kreisverbandsgeschäftsführer Antonius Pohlmann auf Nachfrage aus der Runde ergänzte, bildet sich ein Arbeitskreis überwiegend aus den Gruppen und damit aus allen Schichten, der dann Ideen für die soziale Dorfentwicklung einbringt.

In der Sitzung haben die elf anwesenden der insgesamt 26 Mitglieder einstimmig Posten neu besetzt. Neben Hermann Coßmann als Vorsitzendem wurde Hermann Wessels als sein Stellvertreter wiedergewählt. Monika Stevens bleibt Schriftführerin. Das neu geschaffene Amt des Mitgliederbeauftragten übernimmt Heinz-Hermann Gerdes, der zuvor einer von vier Beisitzern war. Diese Aufgaben verbleiben weiterhin bei den bisherigen Amtsinhabern Hermann-Josef Santen, Wilhelm Wilholt und Jürgen Koop.


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