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28.11.2018, 17:03 Uhr KOMMENTAR

Bau des dritten Kindergartens in Dörpen startet: Erstaunlich

Von Maike Plaggenborg


Der große Bedarf insbesondere an Krippenplätzen zeigt, dass Mütter in den ersten drei Lebensjahren ihrer Kinder mittlerweile andere Pläne haben. Symbolfoto: Julian Stratenschulte/dpa BildfunkDer große Bedarf insbesondere an Krippenplätzen zeigt, dass Mütter in den ersten drei Lebensjahren ihrer Kinder mittlerweile andere Pläne haben. Symbolfoto: Julian Stratenschulte/dpa Bildfunk

Dörpen. In Dörpen hat die Gemeinde mit dem Bau des dritten Kindergartens mit zwei Krippengruppen und einer Regelkindergartengruppe begonnen. Die Notwendigkeit dazu ist Ausdruck einer Entwicklung, die erstaunlich ist. Ein Kommentar.

Krippe hier neu, Krippe da im Container, übergangsweise irgendwo: Seit Längerem schon geben sich die Nachrichten um den gestiegenen Bedarf an Krippenplätzen und den Lösungen dazu die Klinke in die Hand. Dörpen gesellt sich dabei zu Orten wie Börger, Werlte und Lathen. Engpässe gibt es im gesamten nördlichen Emsland.

Und diese Entwicklung ist erstaunlich. Denn sie bringt zum Ausdruck, dass Mütter – Kinderbetreuung ist im Emsland nach wie vor überwiegend Frauensache – die frühen Lebensjahre ihrer Kinder immer häufiger in fremde Hände geben und nicht mehr zwingend daran festhalten, dass Kinder im Alter bis drei Jahren ausschließlich und rund um die Uhr bei den Eltern verbringen müssen.

Und die Entwicklung zeigt an, dass Mütter sich früher in dieser Phase anderen Dingen widmen. Ihrem Beruf zum Beispiel. Und das hilft, den Anschluss an den Arbeitsmarkt nicht zu verlieren. So wiederum beugen sie einer finanziellen Abhängigkeit vom Ehepartner vor.


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