Betrieb wohl ab August 2019 Dörpen startet mit Bau des dritten Kindergartens

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Dörpen. Mit einem symbolischen Spatenstich hat die Gemeinde Dörpen mitsamt Planer sowie Vertretern der Baufirma und des Trägers den seit drei Wochen in Arbeit befindlichen Neubau des dritten Kindergartens offiziell eingeläutet. Betriebsstart soll zum Schuljahreswechsel sein.

„Wir haben im Sommer 2017 mit den Planungen angefangen“, blickt Architekt Jürgen Schomaker auf die Anfänge des Neubaus zurück. Es folgten die entsprechenden Beschlüsse im Gemeinderat, und Ende September 2018 schließlich erfolgte die Baugenehmigung. „Wir sind seit circa drei Wochen am Bauen“, sagte Schomaker. Die Erdarbeiten seien bereits abgeschlossen. Nun gehe es an das Fundament. Nach jetzigem Plan soll der neue Kindergarten zum Schuljahreswechsel 2019 fertig sein. Allerdings, so Schomaker weiter, sei das Bauen „im Winter immer schwierig“. Der erweiterte Rohbau, den die Firma Kreutzjans erledige, solle bis Februar oder März 2019 abgeschlossen sein.

Jetzt schon „laufend Anfragen“ wegen der Krippenplätze

Die Fertigstellung ist zwar abhängig vom Wetter, dennoch hofft Thomas Hövelmann, Geschäftsführer des Kreisverbandes des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), das Träger der Einrichtung sein wird, auf den angedachten Zeitplan, denn das entsprechende Personal sei bereits beschafft worden. Außerdem ist der Andrang groß. „Es kommen laufend Nachfragen“, so Hövelmann. Die Trägerschaft für Kindergärten sei eine „schöne Ergänzung zu dem, was wir machen“, sagte er über die Arbeit des Kreisverbands des DRK. Demnach betreibt der Verein in Papenburg drei Kindergärten, darunter den Betriebskindergarten der Meyer Werft. In Dörpen ist er seit August für die Krippengruppe Blumenland im DRK-Haus an der Forst-Arenberg-Straße zuständig, die er dort übergangsweise betreibt. Diese Gruppe wird in den Neubau an der Waldstraße einziehen. Auch in Westoverledingen habe das DRK eine Übergangskrippengruppe, die ebenfalls künftig in einen Neubau umziehen werde, so Hövelmann. „Was Kindergärten angeht, sind wir im nördlichen Emsland gut unterwegs.“. Allerdings wolle sich der Verband auch auf diesen Bereich beschränken, sagte er und betonte die Zusammenarbeit mit anderen Einrichtungen und Trägern.

Lücke durch überlastetes Ehrenamt

Derzeit sind zwei Kindergärten in Dörpen – St. Elisabeth und St. Vitus – in katholischer Trägerschaft. Auch der jetzige Neubau sollte zunächst auf diese Weise organisiert werden, erklärte Bürgermeister Manfred Gerdes (CDU). Aber: „Das lässt sich ehrenamtlich nicht mehr machen“, sagte er. „In diese Lücke stößt das DRK“, sagte DRK-Präsident Dieter Sturm und ergänzte zur neuen Einrichtung in Dörpen, dass „konfessionsübergreifend aber nicht konfessionslos“ orientiert sei. Demnach werden dort etwa christliche Feste gefeiert.

Förderung vom Land und Landkreis

Die Kosten belaufen sich auf eine „Circa-Zahl“ von 1,5 Millionen Euro, sagte Gerdes. Es gebe noch zu viele Unwägbarkeiten, die den Betrag beeinflussen könnten, aber „wir werden alles menschenmögliche machen, um unser Ziel einzuhalten“, auch mit Blick auf die Fertigstellung. Fix dagegen sind die Zuschüsse vom Land, die sich nach der „Richtlinie Ausbau Tagesbetreuung“ – kurz RAT – auf 12.000 Euro pro geschaffenem Krippenplatz und damit insgesamt 360.000 Euro belaufen. Der Landkreis steuert 585.000 Euro bei. In der neuen Krippe wird es zwei Krippengruppen mit jeweils 15 Plätzen sowie eine Regelkindergartengruppe mit 25 Plätzen geben. Mit der neuen Einrichtung vergrößert sich das Angebot auf insgesamt 75 Krippen- und 170 Kindergartenplätze, teilte die Verwaltung auf Nachfrage mit. In St. Vitus sind 30 Krippenkinder, also unter Dreijährige, und 78 Kindergartenkinder untergebracht, in St. Elisabeth 15 Kleinkinder und 67 Kindergartenkinder, in der Übergangskrippe Blumenland sind 15 Kinder.

(Weiterlesen: Kita-Neubau in Dörpen kann Mitte Oktober starten)


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