Festakt gefeiert Gemeinden Dörpen und Dobron seit 25 Jahren Partner

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Dörpen. Mit Dankesworten und gegenseitigen Geschenken begann der zweitägige Besuch einer Delegation aus dem polnischen Dobron in Dörpen. Die Partnerschaft besteht seit 25 Jahren und wurde darum besonders gefeiert.

Bürgermeister Manfred Gerdes begrüßte im Namen von Rat, Verwaltung und Bevölkerung die Gäste aus Polen im Rathaus. Er bedankte sich bei den „Leuten der ersten Stunde, die die Partnerschaft über Jahrzehnte gut gepflegt“ hatten. Hermann Korte, Hermann Wacker, Hans Hansen und Hartmut Schneider erhielten dafür von den Anwesenden besonderen Applaus. Gerdes erinnerte daran, dass es seit über 70 Jahren in Europa keinen Krieg mehr gab. „Das ist nicht gottgegeben und darum sind solche Freundschaften wie zwischen Dörpen und Dobron so wichtig in Europa.“

Vor fünf Jahren habe man sich in Dobron darauf geeinigt, sich nicht mehr so oft zu treffen, „aber wenn, dann ist es um so intensiver. Es ist uns eine Ehre Euch hier heute begrüßen zu dürfen.“ Der Gedenkstein, der im Anschluss enthüllt werde, verdeutliche die Stärke der Partnerschaft, die stehe wie ein „Fels in der Brandung.“

Wochenende mit Freunden

Die Delegation aus Dobron war mit Bürgermeister Robert Jarzebak, dem ersten Vorsitzenden des Gemeinderates Janusz Szerffel, weiteren vier Gemeinderats-Mitgliedern, der Direktorin des Kulturzentrums, dem Leiter der Abteilung für kommunale Verwaltung, einer Assistentin und einer Dolmetscherin nach Dörpen gereist.

Nach einem gemeinsamen Frühstück im Rathaus ging es zu Fuß zum Marktplatz, wo der Gedenkstein enthüllt wurde. An diesem zentralen Ort im Schatten der Kirche werde er von vielen Dörpener Bürgern täglich gesehen, erläuterte Gerdes die Wahl des Standortes. Bürgermeister Jarzebak und Ratsvorsitzender Szerffel halfen bei der Enthüllung mit und kündigten an, in ihrer Stadt ebenfalls einen Stein aufzustellen, der an den Beginn der Partnerschaft mit Dörpen erinnern solle.

Anschließend ging es weiter zum Soldatenfriedhof, wo 64 gefallene Soldaten begraben liegen, 33 deutsche und 31 polnische. Auch ihrer wolle man an diesem Tag in Stille gedenken. Das weitere Programm sah Firmen-Besichtigungen gemeinsame Essen und einen Heimatabend vor. „Das Wichtigste wenn man Freunde einlädt: Man muss miteinander sprechen und das werden wir an diesem Wochenende tun,“ kündigte der Bürgermeister an und wünschte allen viel Spaß, damit das gute Verhältnis zueinander noch besser werde.

Herzliche Umarmung

Dobrons Bürgermeister bedankte sich für die Einladung und überbrachte die Grüße aller derer, die dieses Mal nicht mitgereist waren. „Trotz der Entfernung zu Polen brennt unsere Freundschaft. Der Baum, den wir gemeinsam gepflanzt haben ist stark, blüht und ist ein Sinnbild für unsere Freundschaft.“ Er hoffe, diese Partnerschaft halte auch noch bis ins hunderte Jahr. Er überlege schon, „Wie wir dann alle aussehen werden,“ scherzte Jarzebak.

Der ehemalige Gemeindedirektor in Dörpen, Hermann Korte, erinnerte sich an den ersten Besuch in Dobron und an den damaligen Bürgermeister Johann Franzen: „Wenn wir rückschauend etwas richtig gemacht haben, dann die Freundschaft mit Dobron.“ Er sei sehr dankbar dafür. Eine herzliche Umarmung mit Dobrons Ratsmitglied Stefan Ropega, der vor 25 Jahren den Partnerschafts-Vertrag mit unterschrieben hatte, unterstrich seine Worte.


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