Auf den Spuren des Großvaters Oralchirurg zieht von Surwold nach Dörpen

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Dörpen. Dörpen bekommt eine Zahnarztpraxis für Oralchirurgie. Der seit 2010 in Surwold praktizierende Zahnarzt und Oralchirurg Marc Dickebohm siedelt um und baut im Gewerbegebiet „Südlich Rägertstraße“ eine neue Praxis. Mitte nächsten Jahres soll der Umzug erfolgen.

„Das ist keine Entscheidung gegen Surwold, sondern für meine Dörpener Heimat“, erklärt Dickebohm während des symbolischen ersten Spatenstiches. Der 43-Jährige habe sich in Surwold nach eigenem Bekunden immer sehr wohl gefühlt und bedankt sich für das entgegengebrachte Vertrauen. „Doch in den vergangenen Jahren wuchs der Wunsch, nach Dörpen zurückzukehren.“

In der Emsgemeinde verbrachte Dickebohm seine Kindheit und wohnt mit seiner Ehefrau Manja sowie den Kindern seit einigen Jahren wieder dort. Bereits sein Großvater Johannes Dickebohm betrieb von 1936 bis 1979 an der Hauptstraße in Dörpen eine Zahnarztpraxis. „So schließt sich 40 Jahre später also wieder der Kreis“, betont der Oralchirurg.

Vier Behandlungszimmer

Der ebenerdig und barrierefrei geplante Neubau soll sich nach Angaben von Architekt Hans Kuper dem Gewerbegebiet und dem direkt angrenzenden Mischgebiet anpassen. „Sowohl von außen als auch von innen wird es modern und hell daherkommen“, so Kuper. Die Nutzfläche wird dem Architekten zufolge etwa 300 Quadratmeter betragen und sich in vier Behandlungszimmer, einem Aufwach- und Hygieneraum, einem Wartezimmer, mehreren Büros sowie dem Empfangsbereich aufteilen. „Die Aufträge sind erteilt, der Rohbau kann starten“, gibt Kuper die Marschroute vor. Er zeigt sich optimistisch, das Vorhaben bis zum kommenden Frühsommer abgeschlossen zu haben. „Sobald der Bau fertig ist, wollen wir auch umziehen“, erklärt Dickebohm. In seiner aktuellen Praxis in Surwold werden nach seinen Worten die Räume zu eng. Angaben zum Investitionsvolumen will er keine machen. „Es handelt sich aber um eine große Summe.“

Keine Schönheits-Operationen

Der 43-Jährige, der sechs Mitarbeiter beschäftigt, versteht sich nicht als Zahnarzt im klassischen Sinne. „Zu mir kommen eher Patienten, die vom Zahnarzt überwiesen werden.“ Nach seinem Zahnmedizinstudium in Gießen schloss er eine Weiterbildung zum Oralchirurgen für Mund-Gesichtschirurgie und plastische Operationen an. Sein Behandlungsspektrum umfasst die Implantologie, die Oralchirurgie und die ambulante Narkose. „Ich komme ins Spiel, wenn es um den Kieferbereich, Weisheitszähne, Implantate oder Zahnersatz geht.“ Schönheits-Operationen führt er hingegen keine durch. Ebenso ist er kein Kieferorthopäde und kommt somit auch nicht infrage, wenn es um Zahnspangen geht.

„Überregional enorme Kompetenzen“

Dörpens Bürgermeister Manfred Gerdes (CDU) bezeichnet die Ansiedlung als „Glücksfall“ für die wachsende Gemeinde. „In Zeiten, in denen es vielerorts an Medizinern mangelt, ist es ein tolles Zeichen.“ Samtgemeindebürgermeister Hermann Wocken (CDU) betont, dass die Praxis ein weiterer Baustein in dem ohnehin schon hochwertigen Gesundheitsdienstleistungssektor in Dörpen sei. „Hier haben wir auch überregional enorme Kompetenzen.“


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