„Könnte viel mehr passieren“ Insektensterben: Imker aus Neubörger fordert besseren Austausch

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Neubörger. Sögel, Surwold, Neubörger, Papenburg: An diesen und zahlreichen weiteren Orten im nördlichen Emsland haben sich in diesem Jahr Initiativen gebildet, die mit dem Anlegen von Blühwiesen gegen das Insektensterben angehen. Für das nächste Jahr macht sich Imker Ludwig Rosenboom aus Neubörger für einen besseren Austausch untereinander stark und sieht dabei den Landkreis in der Pflicht.

„In fast jedem Dorf ist viel passiert und getan worden, aber es geht noch mehr“, sagt Rosenboom im Gespräch mit unserer Redaktion. Er selbst bekam vom Agrarunternehmen Syngenta kostenloses Saatgut für 15 Hektar gestellt. „ Es musste aber viel mehr gemeinsam agiert werden, um noch erfolgreicher zu sein“, findet der Imker.

Er plädiert für Netzwerke und eine übergeordnete Stelle als Koordinator. „Dies könnte beispielsweise der Landkreis Emsland mit seiner Stiftung Naturschutz sein.“ Es fehle einfach die Koordination aller beteiligten Akteure. Dazu zählt Rosenboom Landwirte, Jäger, Imker, Unternehmer, Kommunen und Privatpersonen, die allesamt Flächen haben, die potenziell als Blühwiesen oder -streifen genutzt werden könnten. „Es sind genug Fläche vorhanden und es gibt auch Fördermöglichkeiten für das Anlegen von Blühwiesen, doch muss dies auch bekannt sein.“

Die Arbeit der einzelnen Initiativen in den Ortschaften will er mit seinem Vorstoß keineswegs schlecht reden. „Da ist super Arbeit geleistet worden, doch es konnte mit einem besseren Zusammenspiel viel mehr passieren.“


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