Anträge bis September 2019 Neubörger legt Projekte für Dorferneuerung fest

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Der Bau der Mehrzweckhalle in Neubörger, die Anfang 2019 freigegeben werden soll, wurde ebenfalls mit Fördermitteln finanziert. Foto: Katharina Preuth/ArchivDer Bau der Mehrzweckhalle in Neubörger, die Anfang 2019 freigegeben werden soll, wurde ebenfalls mit Fördermitteln finanziert. Foto: Katharina Preuth/Archiv

Neubörger. Die Gemeinde Neubörger und der Arbeitskreis für die Dorferneuerung haben in der Ratssitzung für eine Liste von Projekten gestimmt, für die sie in 2019 Fördermittel beantragen will.

Die Kommune ist noch bis 2020 im Programm der Dorferneuerung. Bis September desselben Jahres müssen die Anträge beim Amt für regionale Landesentwicklung (ArL) in Meppen eingegangen sein. Die Behörde verwaltet die Anträge und Bescheide aus diesem Programm. „Welche Maßnahmen umgesetzt werden, können wir heute Abend nicht beschließen“,sagte der Ingenieur Thomas Honnigfort, der die Planung für die Vorhaben übernimmt, in der Sitzung. Festgelegt aber wurde, dass ein Antrag für das Kriegerdenkmal am Friedhof gestellt werden soll. Das sei abgesackt. Allerdings müsse das Vorhaben förder- und bautechnisch überprüft werden. Fraglich sei, ob man das Denkmal anheben könne und auch, ob eine frühere Förderung im Umkreis für einen Negativ-Bescheid sorgen könnte.

Zum Antrag rund um das Bauwerk, bei der das Gremium die Priorität auf eins heraufgesetzt hat, gehört auch eine Maßnahme in der Friedhofskapelle. Dort sei das Dach kaputt, und es solle ein Durchbruch geschaffen werden für einen direkten Zugang zur Leichenhalle.

Bau eines Radweges an der Jümberger Straße

Ein weiteres Projekt ist die Schaffung eines Radweges an den Straßen Höge und Jümberger Straße, die ineinander übergehen. Wie Gemeindedirektor Gerd Langen auf Nachfrage ergänzte, handelt es sich um eine etwa zweieinhalb Kilometer lange Strecke, die errichtet werden soll. Dem Vorhaben wurde ebenfalls die Prioriät eins zugeschrieben. Priorität zwei soll weiterhin für Arbeiten an der Straße und der Parkfläche am Sportplatz gelten. Dieselbe Dringlichkeit solle für Rastplätze und Wetterhäuschen an Radwegen gelten. „Die genauen Standorte können später festgelegt werden“, sagte Honnigfort.

Neu in die Liste aufgenommen wurde die Errichtung eines Backhauses im Dorf auf Anregung des Heimatvereins. Vorgeschlagen wurde zunächst der Standort hinter dem Schafstall im Dorf. Dieser Standort solle auf Anraten von Angelika Oelsner vom Bauamt der Samtgemeindeverwaltung noch einmal überdacht werden, weil es „zu schade“ das Backhaus dort „zu verstecken“.

Auch für private Projekte

Stefan Wilkens vom die Anträge verwaltenden ArL machte deutlich, dass auch Vereine aus Neubörger Anträge stellen können. Ebenso könnten private Vorhaben durch Fördermittel unterstützt werden. Der Anteil liege bei 25 bis 30 Prozent. Die Option bestehe allerdings nicht bei klassischen Wohnhäusern, sondern bei alten Scheunen beispielsweise, in den Ferienwohnungen oder ein Hofcafé entstehen sollen, wie Honnigfort ergänzte. In dem Fall könnte der Förderanteil deutlich höher ausfallen.

„Wir brauchen Begegnungsflächen“, sagte Wilkens. „Das sind die Dinge, die Punkte bringen. Die Punkte bringen Geld“, sagte er mit Blicke auf die Chancen bei der Bewilligung von Fördergeld. Demnach sei etwa das Vorhaben an der Friedhofskapelle gut.

Der Rat wie auch die Mitglieder des Arbeitskreises haben sich dafür ausgesprochen, auf diese Informationen in den Neubörgeraner Nachrichten hinzuweisen und die Liste mit geplanten Förderanträgen einstimmig beschlossen.

Zuletzt hatte die Gemeinde einen Antrag auf Fördermittel für den Bau einer Remise gestellt. Das Gebäude soll Platz für Vereine bieten, die es als Lagerraum nutzen könnten. Profitieren sollen insbesondere der Heimatverein sowie die Oldtimer Interessengemeinschaft. Darin soll außerdem eine Werkstatt entstehen. Standort für die Remise soll hinter der Mehrzweckhalle sein, die sich derzeit im Bau befindet.

Auch die Kosten für diesen Neubau sind mithilfe von Fördermitteln unterstützt worden. Zu insgesamt 1, 2 Millionen Euro werden 500000 Euro an öffentlichen Mittel beigesteuert.


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