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28.10.2018, 18:04 Uhr KOMMENTAR

Ein FSJ in der Gedenkstätte Esterwegen: Blick für Optionen

Kommentar von Maike Plaggenborg

Die Möglichkeiten, sich als junger Mensch im Rahmen eines Freiwilligen Sozialen Jahres „im Testbetrieb“ in die Gesellschaft einzubringen, sind sehr vielfältig und überaus empfehlenswert. Symbolfoto: dpa BildfunkDie Möglichkeiten, sich als junger Mensch im Rahmen eines Freiwilligen Sozialen Jahres „im Testbetrieb“ in die Gesellschaft einzubringen, sind sehr vielfältig und überaus empfehlenswert. Symbolfoto: dpa Bildfunk

Esterwegen. Sarah Andrees aus Heede ist 18 Jahre alt, hat ihr Abi in der Tasche und nun ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) in der Gedenkstätte Esterwegen angefangen. Das FSJ sollte wider dem schnurgeraden Lebenslauf eingeplant werden, denn es entspricht einem Blick für Optionen. Ein Kommentar.

Ein exemplarischer Blick in die Unterrichtszeiten des Gymnasiums Papenburg zeigt einen Plan, der morgens um 8.10 Uhr beginnt und spätestens mit der zehnten Stunde um 17.10 Uhr endet. Schüler, die in dieser Zeit vorgegebenes Programm haben, sehnen sich wohl mit aller Berechtigung nach Selbstbestimmung.

Ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ), wie es die Heederin Sarah Andrees derzeit in der Gedenkstätte Esterwegen absolviert, ist die optimale Möglichkeit dazu. Junge Menschen können sich nach der starken Beanspruchung durch Schule der Arbeit – wenn auch im Testbetrieb – widmen. Sie versuchen sich in der beruflichen Welt, sind aber nicht derselben Verantwortung wie im „echten“ Berufsleben ausgesetzt. Vielmehr ist es ein Testbetrieb in eigener Sache. Ein FSJ kann helfen herauszufinden, wo einen der Lebensweg hinbringen soll.

Dabei muss dieses freiwillige Jahr thematisch nicht in eine Linie passen. Die Denke, dass der Lebenslauf vom Abi schnurgerade in die vorausgedachte Karriere führt, sollten junge Menschen drangeben. Gewinnbringend nämlich ist der Blick für Optionen.


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