Von Vandalismus geplagt Neubörger zieht Fotofallen an Gebäuden in Betracht

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Die Gemeinde Neubörger hat bereits an „Schultes Hus“ im historischen Dorf eine Kamera zur Überwachung installiert. Symbolfoto: Soeren Stache/dpa BildfunkDie Gemeinde Neubörger hat bereits an „Schultes Hus“ im historischen Dorf eine Kamera zur Überwachung installiert. Symbolfoto: Soeren Stache/dpa Bildfunk

Neubörger. Die Gemeinde Neubörger fühlt sich von Vandalismus geplagt und hat aus aktuellem Anlass über Videoüberwachung und Fotofallen debattiert. Ein entsprechender Beschluss wurde in der Ratssitzung auf die nächste Sitzung verlegt.

„Vandalismus ist in Neubörger seit einem Jahr zum Sport geworden“, sagte Bürgermeister Ulrich Müller (FWN). Erst kürzlich sei an dem Neubau der Multifunktionshalle eine Scheibe eingeworfen worden. Auch sei es erneut zu einem „Brandanschlag mit einem Mülleimer“ gekommen. In so einem Fall habe die Schule bereits einmal fast gebrannt. Müller äußerte den Eindruck, die Polizei an jedem zweiten Tag im Ort zu haben. Auch andernorts seien Gebäude beschädigt worden. Deshalb solle eine mögliche Videoüberwachungsanlage nicht nur, wie in der Tagesordnung angekündigt, an der neuen Halle, sondern „an sämtlichen gemeindeeigenen Gebäuden“ eingerichtet werden. Ähnliche Entwicklungen seien auch in Dörpen, Papenburg, Werlte oder Sögel erkennbar. „Das macht keinen Spaß“, drückte der Bürgermeister seinen Unmut aus. Videoüberwachung schrecke außerdem ab, und die Täter könnten so „dingfest“ gemacht werden. Für Müller stand in der Sitzung fest: „So kann es nicht weitergehen“ Nach Gesprächen zwischen den Bürgermeistern der Samtgemeinde und der Polizei in Papenburg hatte diese zugesagt, nachts zwei Mal in Neubörger Streife zu fahren. Eine weitere Maßnahme solle der bessere Schutz der Gebäude im historischen Dorf sein. „Die sind völlig unterversichert“, so Müller. Der Versicherungsschutz solle um 100 Prozent erhöht werden. Derzeit ist eine Kamera an „Schultes Hus“ angebracht, die Wirkung gezeigt habe, wie Gemeindedirektor Gerd Langen im Nachgang zur Sitzung sagte. Seit der Installation habe es an dem Objekt keine Beschädigungen mehr gegeben.

Der FWN-Fraktionsvorsitzende Christoph Wöste, der außerdem exemplarisch von einem Einbruch in das Klubhaus des Sportvereins Ahlen-Steinbild berichtete, stimmte der Videoüberwachung zu, „wenn das rechtlich abgeklärt ist“.

Langen regte an, die Option Fotofalle in Betracht zu ziehen. Sie wäre eine Alternative, die „deutlich günstiger“ sei. Bezüglich der mutmaßlichen Täter habe er ein Gespräch mit dem Leiter einer Jugendeinrichtung in Neubörger geführt. „Es gibt Fälle, die zugegeben wurden“, sagte Langen. Diese lägen inzwischen bei der Staatsanwaltschaft. Der Rat verständigte sich darauf, Angebote für die jeweiligen Installationen einzuholen und das Thema in einer anderen Sitzung zu besprechen. Die nächste ist für Donnerstag, 22. November, um 19 Uhr angesetzt. Die Tagesordnung steht derzeit noch nicht fest.

(Weiterlesen: Nach Einbruchserie in Dörpen: Polizei veröffentlicht Bilder)


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