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Gas ausgetreten Edeka-Markt in Dörpen wegen Gasgeruchs evakuiert

Von Daniel Gonzalez-Tepper und Hermann Hinrichs

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dgt/hjh Dörpen. Der Edeka-Markt an der Hauptstraße in Dörpen ist am Donnerstagmittag aufgrund eines Gasaustritts evakuiert worden. Die Feuerwehr hatte die Lage schnell unter Kontrolle. Technische Probleme und eine erste Räumung des Marktes hatte es bereits am frühen Morgen gegeben.

Nach Angaben von Dennis Dickebohm, Sprecher der Polizeiinspektion Emsland/Grafschaft Bentheim, ist es am Donnerstagmorgen zwischen 8 und 8.30 Uhr zunächst zu einem Stromausfall in dem Markt gekommen. Um 8.11 Uhr hat es dann eine Störungsmeldung der Kühlanlage gegeben, weil CO2 ausgetreten war. Die etwa 20 Mitarbeiter des Marktes sorgten dann dafür, dass der Markt geräumt wurde. Ein Servicetechniker einer Kühltechnikfirma rückte an, um das Leck abzudichten, was ihm zunächst gelang und wieder Kunden in den Markt gelassen wurden.

Zweite Evakuierung am Mittag

Als der Techniker gegen 12 Uhr die Kühlanlage wieder in Betrieb nehmen wollte, kam es Dickebohm zufolge erneut zu einem technischen Problem. Wegen einer Überdruckstörung trat erneut CO2-aus, und zwar in größerer Menge. Das Gas, das sich von einem Lagerraum auf weitere Bereiche des Gebäudes ausgebreitet habe, sei in Form von Qualm auch sichtbar gewesen. Gegen 12.10 Uhr löste daraufhin die Brandmeldeanlage des Marktes einen Alarm aus, was die Feuerwehr und den Rettungsdienst auf den Plan rief.

Die Feuerwehr führte mehrere Messungen durch und konnte deutlich erhöhte CO2-Werte bestätigen, teilte die Polizei mit. Der Markt wurde von den etwa 20 Beschäftigten ein zweites Mal geräumt, in der Mittagszeit hatten sich einem Sprecher der Feuerwehr zufolge etwa 80 Kunden in dem Gebäude befunden. Nach Rücksprache mit der Marktleitung seien Durchsagen über die interne Lautsprecheranlage erfolgten mit der Bitte, den Markt unverzüglich zu verlassen. „Die Evakuierung funktionierte hervorragend“, lobte der Sprecher. Alle Anwesenden hätten ganz ruhig den Markt verließen und sich vor dem Geschäft eingefunden. Ein Trupp unter Atemschutz unterstützte diese Evakuierung.

Die Einsatzkräfte sperrten den Bereich weiträumig ab. Mit zwei Hochleistungslüftern sorgten sie dafür, die Luft in dem Supermarkt auszutauschen und wieder genügend Atemluft in das Ladenlokal zu transportieren. Zudem waren Atemschutztrupps im Einsatz, um nach möglicherweise Verletzten zu suchen. Eine Mitarbeiterin des Marktes war bereits am Vormittag wegen Kreislaufproblemen vorsorglich in ein Krankenhaus gebracht worden, weil sie kurzzeitig bewusstlos war, berichtete Polizeisprecher Dickebohm. Ob dies in Zusammenhang mit dem Gasaustritt steht, sei unklar. Ansonsten kam niemand zu Schaden.

Entwarnung gegen 13.35 Uhr

Die Feuerwehr Dörpen konnte gegen 13.35 Uhr Entwarnung geben und den Markt wieder öffnen lassen. Sie war mit vier Fahrzeugen und 21 Einsatzkräften vor Ort. Als Schadensursache wird der Polizei zufolge ein technischer Defekt vermutet. Hinweise auf ein Fremdverschulden lägen nicht vor.

Kohlenstoffdioxid kurzzeitig einzuatmen ist für den Menschen kein Problem, wer allerdings größere Mengen über einen längeren Zeitraum einatmet, bei dem wird die Sauerstoffaufnahme im Blut behindert. Die Konzentration des lebenswichtigen Sauerstoffs im Blut sinkt also, was irgendwann zu Bewusstlosigkeit führen kann. Aufgrund dieser Lage sei vorsorglich auch das gesamte Ladenlokal evakuiert worden, teilte die Feuerwehr mit. Für das Klima sind große Mengen CO2 gilt als klimaschädlich, weil es die Erderwärmung fördert.


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