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12.10.2018, 06:17 Uhr KOMMENTAR

Gemeinsamer Kampf gegen das Insektensterben nötig

Von Christian Belling


In Sögel legte die dortige Blühwiesen-Initiative eine Fläche am Kossenkamp an. Foto: Belling/ArchivIn Sögel legte die dortige Blühwiesen-Initiative eine Fläche am Kossenkamp an. Foto: Belling/Archiv

Neubörger. Über das Insektensterben und das Anlegen von Blühwiesen haben sich in Neubörger Vertreter der Landwirtschaft und Jägerschaft, der Imkerei sowie der Politik ausgetauscht. Ein Kommentar.

Rührig und voller Einsatzbereitschaft zeigten sich in diesem Sommer die auch im nördlichen Emsland gebildeten Blühwiesen-Initiativen gegen das Insektensterben. Doch diese bringen nicht viel, wenn es bei einzelnen und nicht flächendeckenden Aktionen bleibt.

So merkte vor wenigen Wochen in Sögel der dortige Initiator Ludwig Koopmann zurecht an, dass es nur Sinn mache, wenn den Insekten mehrere Nahrungsquellen zur Verfügung stehen. Dass sich jetzt in Neubörger Vertreter der Imkerei, der Landwirtschaft, der Jägerschaft und der Politik zu dem Thema austauschten, darf als Signal verstanden werden. Die Beteiligten scheinen erkannt zu haben, dass der Kampf gegen das Insektensterben nur dann gelingt, wenn gemeinsam agiert wird.

Das Ausmaß des Insektensterbens wurde erst Anfang des Jahres so richtig bekannt. Groß war daraufhin das öffentliche Interesse und die Diskussion darüber. Entscheidend wird jetzt sein, ob der Einsatz aufrechterhalten werden kann, wenn die Resonanz darauf abnimmt. Fatal wäre eine Resignation bei den einzelnen Initiativen vor Ort – dass es dazu nicht kommt, ist auch Aufgabe, der genannten Beteiligten.


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