Jubiläumsfeier Grundschule Renkenberge-Wippingen besteht seit zehn Jahren

Von Marion Lammers

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mls Wippingen. Mit einem bunten musikalischen Rahmenprogramm und zahlreichen geladenen Gästen feierte die Grundschule Renkenberge-Wippingen das zehnjährige Jubiläum ihres Schulzweckverbandes.

Unter dem Motto: „Komm, wir wollen musizieren“, gestalteten die Schüler der Grundschule Renkenberge-Wippingen zusammen mit Marlene Bucher, Musikpädagogin der Musikschule des Emslandes, das musikalische Rahmenprogramm zum Jubiläum ihrer Grundschule, denn seit zehn Jahren sind die Grundschulen Renkenberge und Wippingen zu einem Schulzweckverband zusammengeschlossen. Rückblickend sei dies ein genialer Einfall gewesen, sagte Andreas Hövelmann, Geschäftsführer des Schulzweckverbands Renkenberge/Wippingen, in seinen Grußworten.

Eigenständigkeit und Gleichberechtigung beider Schulen wichtig

Zur Zeit werden an der Grundschule Renkenberge-Wippingen 66 Schüler unterrichtet. Die Jahrgänge 1 und 2 sind an dem Schulstandort Wippingen, die Jahrgänge 3 und 4 in Renkenberge untergebracht. An beiden Standorten sind jeweils drei Lehrkräfte beschäftigt. Ute Gülker, Rektorin der Grundschule Renkenberge-Wippen, betonte in ihren Worten, wie wichtig die Eigenständigkeit und Gleichberechtigung beider Schulen bereits für ihre Vorgängerin Jutta Reinhardt gewesen sei. Die Veranstaltungen der Schule würden im Wechsel an beiden Standorten stattfinden. Die Kommunikation des Lehrpersonals sei über Fax und mit vielen Dienstbesprechungen gegeben. Für das Zusammenwachsen der Schulen würden zudem weitere Strategien oder auch gemeinsame Klassenfahrten sorgen.

Auch Karl-Heinz Weber, Bürgermeister der Samtgemeinde Lathen, die Schulträger ist, ging im Rahmen seiner Ansprache auf die Gleichberechtigung und die Partnerschaftlichkeit beider Schulen ein: „Dies hat an beiden Standorten immer gut funktioniert. Ich möchte unsere Nachfolger bitten, den Schulverband auf Dauer fortzuführen, damit es keine langen Wege für kurze Beine geben wird.“

Schulzweckverband wegen sinkender Schülerzahlen

Aufgrund sinkender Schülerzahlen entstand vor zehn Jahren die Idee des Verbandes. Alle Beteiligten seien sich damals einig gewesen: „Die Schule gehört ins Dorf“. Jedoch gab es damals nicht nur die Gemeinde- sondern auch die Samtgemeindegrenze mit unterschiedlichen schulischen Einzugsgebieten. Weil aber die Kinder beider Orte bereits seit 1973 gemeinsam einen Kindergarten besucht hatten und auch im Sport bereits seit Jahrzehnten Spielergemeinschaften beider Orte funktionierten, kam Heiner Bojer, Bürgermeister in Renkenberge, eines Abends mit der Idee, einen Schulzweckverband zu gründen, erklärte Hermann Gerdes, Bürgermeister in Wippingen, in seinem Rückblick zur Entstehung. Ziel des Zweckverbandes war eine samtgemeindeübergreifende Kooperation beider Schulen, die damals deutschlandweit einmalig war.

„Schule ist ein lebendiger Teil der Gemeinde“

Karen Mull, schulfachliche Dezernentin der Niedersächsischen Landesschulbehörde, legte ihrer Ansprache ein Zitat von Max Frisch zugrunde. Schule sei ein Ort, an dem viele zusammenkommen. Schule sei ein Stück Heimat, erklärte Mull. „Schule ist ein lebendiger Teil der Gemeinde“, so Mull weiter. Die Grundschule Renkenberge-Wippingen habe in kürzester Zeit diesen Platz eingenommen. „Ich möchte Lehrer und Schüler dieser Schule dazu ermuntern, die Schulgemeinschaft in diesem Sinne zu erhalten“, wünschte sich die Dezernentin abschließend. Diesen Wünschen schloss sich auch der Kreistagsvorsitzende Georg Raming-Freesen nach seinem kurzen Rückblick an und bedankte sich bei den Bürgermeistern und Samtgemeindebürgermeistern von Lathen und Dörpen, aber vor allem auch bei den Bürgern beider Orte, die vor der schwierigen Aufgabe standen, auf die sinkenden Schülerzahlen zu reagieren.

Dank an die Samtgemeindebürgermeister von Lathen und Dörpen

„Wir freuen uns, dass das Schulmodell in den vergangenen Jahren so gut verlaufen ist“, stellte Hermann Gerdes, Bürgermeister von Wippingen, gemeinsam mit Heiner Bojer, Bürgermeister von Renkenberge, in seiner Rede fest. Sein Dank galt vor allem den damaligen Samtgemeindebürgermeistern, die dieses Vorhaben unterstützten und den Lehrern und Bediensteten beider Schulen, „Ihr schafft es immer wieder, dass sich die Kinder wohl fühlen und sorgt für die gute Qualität der Ausbildung“, so Gerdes. „Es gehört zusammen, was zusammengewachsen ist.“ Diesen Worten schloss sich auch Hermann-Josef Pieper vom gemeinsamen Schulförderverein an. Zudem lobte er die musikalische Begleitung: „Wir sehen hier eine ganz tolle Veranstaltung, die die Kinder hier auf die Bühne gebracht haben.“


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