Mit 90 Prozent Fördermitteln Neubörger plant den Bau einer Remise

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Die Gemeinde Neubörger ist noch bis Ende 2020 im Dorfentwicklungsprogramm und sucht weitere Ideen für Projekte. Foto: Maike PlaggenborgDie Gemeinde Neubörger ist noch bis Ende 2020 im Dorfentwicklungsprogramm und sucht weitere Ideen für Projekte. Foto: Maike Plaggenborg

Neubörger. Nahe dem historischen Dorfkern plant die Gemeinde Neubörger den Bau einer Remise – vorausgesetzt, es gibt Fördermittel. Und die könnten auf 90 Prozent hinauslaufen.

„Die Gemeinde plant den Bau einer Remise hier auf dem Gelände“, sagte Bürgermeister Ulrich Müller (FWN) in der Sitzung im Gemeindehaus nahe dem historischen Dorf. Sie solle eine Größe von acht mal 20 Metern haben und mit einem Aufenthaltsraum mit Toiletten ausgestattet werden. Hinzu kommen fünf weitere, etwa gleich große Sektionen: eine Werkstatt, zwei Lagerräume für den Heimatverein, zwei weitere Lagerräume für die Oldtimer Interessengemeinschaft. Der Standort für das Gebäude befinde sich auf gemeindeeigenem Grund hinter der Mehrzweckhalle, die gerade gebaut wird, ergänzte der Gemeindedirektor und CDU-Fraktionsvorsitzende Gerd Langen. Es solle so platziert werden, dass dort unter anderem landwirtschaftliche Fahrzeuge noch rangieren können. Es solle optisch eine Einheit mit dem historischen Dorf entstehen, so Müller. Werde die Remise gebaut, müsse das Zelt für die Kirmes, die nun am Samstag, 29., und Sonntag, 30. September, stattfindet, künftig um 90 Grad gedreht werden.

Bau hängt von Förderzusage ab

Ob die Remise gebaut wird, hängt von der Zusage von Fördermitteln aus der Dorfentwicklung ab. Neubörger habe einen Sonderstatus, wie Angelika Oelsner vom Bauamt der Samtgemeindeverwaltung in der Sitzung sagte. Weil die Steuerkraft der Gemeinde so niedrig sei, bestehe bei diesem Projekt die Chance auf eine hohe Förderung. Von den Gesamtkosten von 200.000 Euro könnten 90 Prozent, also 180.000 Euro, gefördert werden. Bei der Gemeinde verbleibt ein Eigenanteil von 20.000 Euro. „Eine bessere Finanzierung kann man, glaub ich, nicht kriegen“, sagte Oelsner, die außerdem auf den noch bevorstehenden Architektenwettbewerb verwies. Die bestehenden Pläne für die Remise mussten allerdings vorab in Auftrag gegeben werden, weil sie mit Antrag auf die Förderung bis zum 15. September eingereicht werden mussten, sagte Lange auf Nachfrage. Den Zuschlag bekommt der Architekt mit dem günstigsten Angebot. Der Rat hat dem Bau der Remise einstimmig beschlossen.

Weitere Ideen für Dorfentwicklung gesucht

Außerdem verständigte sich das Gremium über die weitere grundsätzliche Gestaltung der Dorferneuerung. „Wir haben noch zwei Jahre Zeit“, sagte Müller mit Blick auf den noch andauernden Verbleib im Dorfentwicklungsplan bis Ende 2020. Im Oktober sei ein Termin für die Mitglieder des Arbeitskreises geplant, so Langen, an dem auf Oelsners Vorschlag auch der Rat teilnehmen solle. Wird eine Gemeinde in das Dorfentwicklungsprogramm des Landes aufgenommen, begleitet ein Arbeitskreis mit Mitgliedern aus der Bevölkerung die Maßnahmen während dieser Zeit. Im bevorstehenden Treffen sollen vorab gesammelte Ideen für weitere Projekte in der Gemeinde besprochen werden. Auch die Vereine sollten dazu aktiviert werden, so Langen. Die Gemeinde will vor allem auch „junge Leute mit ins Boot holen“.


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