Rat winkt Baupläne durch Kraftfutterwerk in Dörpen kann erweitern

Von Daniel Gonzalez-Tepper

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Das Kraftfuttermittelwerk in Dörpen kann wie geplant die Lager- und Umschlagskapazitäten erweitern. Der Gemeinderat hat einstimmig den letzten Verfahrensschritt des Bebauungsplans beschlossen. Foto: Maike PlaggenborgDas Kraftfuttermittelwerk in Dörpen kann wie geplant die Lager- und Umschlagskapazitäten erweitern. Der Gemeinderat hat einstimmig den letzten Verfahrensschritt des Bebauungsplans beschlossen. Foto: Maike Plaggenborg

pm/dgt Dörpen. Das Kraftfuttermittelwerk in Dörpen kann wie geplant erweitert werden. Der Gemeinderat hat den notwendigen letzten Verfahrensschritt zur Änderung des Bebauungsplans zugestimmt. Entschieden wurde auch über zwei weitere B-Pläne, in denen es um Wohnbebauung geht.

Das Kraftfuttermittelwerk „Emskraft“ gehört zur Raiffeisen Warengenossenschaft Ems-Vechte (74,9 Prozent Anteil) und Agravis (25,1 Prozent) und produziert pro Jahr 350.000 bis 370.000 Tonnen an Futtermittel für Schweine, Rinder, Pferde und Geflügel her. Die Änderung des Bebauungsplans 77 sichert die Erweiterung in südliche Richtung (entlang der Industriestraße) und letztlich auch den Bestand des Betriebes ab, in die rund fünf Millionen Euro fließen. Bereits in Bau befindet sich wie berichtet eine zusätzliche Lkw-Verladespur, 50 Meter hoch und zehn mal 20 Meter breit, um mehr Waren umschlagen zu können 2019 sollen weitere Lagerkapazitäten in Form von Rundsilos und Abstellflächen entstehen.

Dörpens Bürgermeister Manfred Gerdes (CDU) sprach in der Ratssitzung von einer „deutlichen Erweiterung“ und einer „riesen Investition“. Konflikte zur Wohnbebauung in der Nähe durch Lärm und Emissionen wie Staub und Gerüche werden durch die Erweiterung nicht erwartet, heißt es in der Vorlage. Der Beschluss, die Satzung zu beschließen und das Bebauungsplanverfahren damit abzuschließen, erfolgte einstimmig. Wortmeldungen der CDU- und UWG-Fraktion gab es nicht.

Baugebiet Wittefehnstraße und Nordesch werden erweitert

Um einen Aufstellungsbeschluss, also den Beginn eines Planverfahrens, ging es bei dem B-Plan „Südlich Nordesch“. Dort geht es um die Schaffung von zwei Bauflächen, auf einem soll ein dort bereits angesiedeltes Unternehmen erweitert werden, auf dem anderen ein Wohngebäude entstehen. Der Gemeinderat billigte das Vorhaben einstimmig und ohne Diskussion.

Um etwa 15 Baugrundstücke erweitert werden soll das Wohngebiet Wittefehnstraße, und zwar in südliche Richtung und östlich der Wittefenstraße. Das etwa 20.000 Quadratmeter große Grundstück wird derzeit landwirtschaftlich genutzt. Die Pläne sehen eine bogenförmige Stichstraße als Sackgasse mit Wendehammer vor. Durch das Gebiet soll sich ein öffentlicher Grünzug ziehen. Die Gemeinde begründet die Erweiterung mit der regen Bautätigkeit in dem bereits vorhandenen Wohngebiet, freie Flächen gibt es dort kaum mehr. Östlich und südlich an die Erweiterungsfläche schließt sich ein Waldgebiet sowie der Wertstoffhof der Gemeinde Dörpen an. Der Gemeinderat beschloss die öffentliche Auslegung der Pläne einstimmig und ohne Diskussion.


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