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28.09.2018, 09:27 Uhr KOMMENTAR

Heede fragt sich, wie alt es ist: Identität und Werbung

Kommentar von Maike Plaggenborg

Auf der Webseite der Gemeinde Heede gibt es bereits allerlei Historisches nachzulesen. Foto: Maike PlaggenborgAuf der Webseite der Gemeinde Heede gibt es bereits allerlei Historisches nachzulesen. Foto: Maike Plaggenborg

Heede. Der Rat Heede hat sich einstimmig dafür ausgesprochen, Wissenschaftlern der Uni Osnabrück das Feld zu überlassen und sie per Beschluss beauftragt, das Alter des Dorfes herauszufinden – eine Zahl, die Identität schafft und Werbung ermöglicht. Ein Kommentar.

Die großen Projekte in der Gemeinde Heede sind abgearbeitet, darunter die Sanierung des Marktplatzes mit inzwischen neuem Antlitz. Noch verborgen geblieben ist bis jetzt deshalb die Altersrecherche. Verschiedene Anstöße dazu hat es in der Vergangenheit gegeben. Nach ersten Schätzungen soll Heede um die 1000 Jahre alt sein. Das aber ist dem Rat zu ungenau. Nun will das Gremium, das hat es einstimmig beschlossen, wissen, wie alt das Dorf ist und zieht dazu Wissenschaftler der Uni Osnabrück an Land. Gut so.

Denn: Für die kollektive Identität der Dorfgemeinschaft kann es von Nutzen sein, zu wissen, wie lange ihre Geschichte zurückreicht – ganz abgesehen einmal vom bloßen Interesse einzelner an der Historie ihrer Heimat. Nicht zuletzt ist das Argument, ein Entstehungsjahr für Jubiläumsfeiern haben zu wollen, der richtige Ansatz, um der Geschichte Heedes auf den Grund zu gehen – nun eben unter anderem auch mit Baukernsondierungen. Was am Ende auch immer herauskommt: Das Ergebnis sollte letztlich auch in angemessener Weise werblich genutzt werden.


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