129 Hektar an Land übergegangen Leher Wiesen jetzt Teil des „Nationalen Naturerbes“

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Foto: Rosemarie Gortheil/Geschäftsstelle Masterplan EmsFoto: Rosemarie Gortheil/Geschäftsstelle Masterplan Ems

Dörpen. Die Leher Wiesen, ein 129 Hektar großes Areal zwischen Lehe, dem Küstenkanal bei Dörpen und der Ems bei Heede, ist Teil des „Nationalen Naturerbes“ geworden. Dafür hat der Bund dem Land Niedersachsen das Eigentum übertragen. Das Projekt ist auch wichtig für den „Masterplan Ems 2050“.

Bereits im Juli 2017 hatten die Geschäftsstelle Masterplan Ems in Oldenburg und das Amt für regionale Landesentwicklung in Meppen über das Vorhaben informiert, darin war von einem Eigentumsübergang zum Jahresende 2017 die Rede. Jetzt teilten beide Seiten mit, dass die die notarielle Beurkundung stattgefunden hat.

Die Bundesrepublik Deutschland hatte die 129 Hektar große Fläche vor mehr als 20 Jahren im Zuge des Baus der Bundesstraße 401 angekauft worden, sie dienen teilweise dazu, Beeinträchtigungen der Natur durch den Bau der Straße zu kompensieren. Die Flächen sind nun Teil des „Nationalen Naturerbes“ geworden, mit dem der Bund den Ländern oder anderen Trägern unentgeltlich Flächen für Zwecke des Naturschutzes übergibt, um sie weiter zu pflegen. Die Verantwortung dafür hat ab sofort der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) und das Amt für regionale Landesentwicklung (ArL), Staatlichen Moorverwaltung, in Meppen. Der Eigentumsübertrag erfolgte kostenfrei.

Fotos: Andreas Schüring/Oliver Lange/NLWKN – Grafik: NOZ/Heiner Wittwer

Bedingungen für Wiesenvögel werden verbessert

Knapp 31 Hektar der Leher Wiesen, auf denen noch keine Naturschutzverpflichtungen liegen, werden dem im Masterplan Ems vereinbarten Kontingent für den Wiesenvogelschutz angerechnet, heißt es in der Mitteilung der Masterplan-Geschäftsstelle von Donnerstag. Dafür werden im gesamten Areal schrittweise die Bedingungen für die Vögel verbessert, so die Behörde. „Die Flächen bieten eine große Chance, Feuchtgrünland und Niedermoorbereiche als Lebensräume für Wiesenbrüter zu optimieren. Das Land Niedersachsen wird sich dieser Aufgabe sehr gerne annehmen“, wird Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies in der Mitteilung zitiert. Wasser sei der Schlüsselfaktor für Wiesenvögel, sie benötigten Feuchtwiesen mit offenen Wasserstellen, hieß es im Juli 2017.

Insgesamt bereits 78 Hektar erworben

Im Masterplan Ems hat sich das Land Niedersachsen verpflichtet, 200 Hektar für den Wiesenvogelschutz zu beschaffen – bis zum Jahr 2050. Die erste Tranche (bis 2025) beträgt 78 Hektar. Mit dem bereits erfolgten Ankauf von Flächen im nördlichen Emsland sowie am Großen Meer (Landkreis Aurich) und dem anrechenbaren Anteil der Leher Wiesen sei das Ziel für 2025 nun bereits erreicht worden, teilte die Geschäftsstelle mit. Die Flächen für den Wiesenvogelschutz sollen mögliche Verschlechterungen für die Bodenbrüter kompensieren, die durch die Schaffung von ästuartypischen Lebensräumen an der Ems entstehen können. Am Masterplan Ems ist die Meyer Werft beteiligt.


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