Besuch der Senioren-Union Neue Produkte und andere Abläufe im Dörpener Kraftfuttermittelwerk

Von Lambert Brand

Meine Nachrichten

Um das Thema Dörpen Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Die Vorstandsmitglieder der Senioren-Union der CDU zeigten sich angetan von den modernen Produktionsabläufen im Kraftfuttermittelwerk in Dörpen. Geschäftsführer Manfred Bicker (links) erklärte den Gästen die Abläufe im Werk. Foto: Lambert BrandDie Vorstandsmitglieder der Senioren-Union der CDU zeigten sich angetan von den modernen Produktionsabläufen im Kraftfuttermittelwerk in Dörpen. Geschäftsführer Manfred Bicker (links) erklärte den Gästen die Abläufe im Werk. Foto: Lambert Brand

Dörpen. Wie sich die Eigentumsverhältnisse oder auch die Produkte und Abläufe im Kraftfuttermittelwerk Dörpen in den vergangenen 40 Jahren verändert haben, berichtete Geschäftsführer Manfred Bicker bei einem Besuch der Senioren-Union (SU) Aschendorf-Hümmling der CDU.

Nicht nur die Eigentumsverhältnisse vom ursprünglichen „Zegeno-Werk“ zum Raiffeisen Kraftfuttermittelwerk Dörpen mit den Gesellschaftern Raiffeisen Ems-Vechte (74,9 Prozent Anteil) und Agravis (25,1 Prozent) haben sich seit der Gründung verändert. Auch das Produktangebot und die Produktionsabläufe waren einem ständigen Wandel unterworfen. Das machte der Geschäftsführer Manfred Bicker während der Betriebsführung auf dem rund sieben Hektar großen Gelände deutlich. Die Besucher erfuhren, wie die Rohstoffe überwiegend per Schiff (260.000 Tonnen pro Jahr) und auch per Lkw angeliefert werden. Als eine der nächsten Investitionen steht die Modernisierung der Löschanlage am Hafenbecken an, sagte Bicker. Im „Herzstück“ des Kraftfutterwerks steuern mehrere Mitarbeiter im Schichtbetrieb die Produktionsabläufe und sorgen dafür, dass aus Getreidesorten, Nachprodukten und Zusatzstoffen 350.000 bis 370.000 Tonnen pro Jahr an Futtermittel für Schweine, Rinder, Pferde und Geflügel hergestellt werden können. Auf Bildschirmen war erkennbar, wie die Futterkomponenten angeliefert und nach festgelegten Rezepturen gemischt, gemahlen und wieder an die beiden Hauptkunden Raffeisen Ems-Vechte und Agravis ausgeliefert werden.

Dörpener Werk gehört zu den modernsten in Europa

Eine große Bedeutung hat, so Bicker, die ständige Qualitätskontrolle in allen Betriebsbereichen, insbesondere auch bei der angelieferten Ware. Neben der Auslieferung der Ware in Tankfahrzeugen sei die Sackabfüllung für Kleinabnehmer in den Vertriebsstellen immer noch bedeutsam, insbesondere für die Hobby-Tierzüchter. Der Umschlag von Kunstdünger für die Landwirtschaft sei eingestellt worden. Das Dörpener Werk gehört nach Bickers Angaben zu den modernsten Anlagen in Europa.

Die Gäste der SU zeigten sich beeindruckt von der Sauberkeit in allen Betriebsteilen, in denen 36 Mitarbeiter tätig sind. Das Kraftfuttermittelwerk bildet zum Verfahrenstechnologen aus. Es sei nicht einfach, Auszubildende zu gewinnen, sagte Bicker. Vom rund 50 Meter hohen Gebäude hatten die Gäste bei sonnigem Wetter einen guten Blick auf die umliegenden Orte bis hin zur Meyer-Werft in Papenburg.

Im Rahmen der anschließenden Sitzung berichteten die Vorstandsmitglieder unter Leitung von Robert Segna von den bisherigen Aktivitäten, die neben regelmäßigen Betriebserkundungen auch Vorträge namhafter Referenten und Informationsfahrten umfassten. Die nächste Mitgliederfahrt soll nach Auskunft von Willi Masbaum in den Spreewald führen. Weiterhin möchte die SU, so Segna, den Kontakt zu anderen Kreisverbänden ausbauen und auf der Landesdelegiertentagung präsent sein. Der Papenburger Ortsverbandsvorsitzende Gerd Hanekamp berichtete über die Aktivitäten in der Kanalstadt.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN