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24.09.2018, 19:09 Uhr KOMMENTAR

Zu Fachkräftemangel im Transportgewerbe: Ohne Fahrer geht es nicht

Kommentar von Daniel Gonzalez-Tepper

Ohne die Fachleute, die mit Lkw oder anderen Gefährten Ware von A nach B bringen, funktioniert unsere Gesellschaft nicht. Symbolfoto: Michael GründelOhne die Fachleute, die mit Lkw oder anderen Gefährten Ware von A nach B bringen, funktioniert unsere Gesellschaft nicht. Symbolfoto: Michael Gründel

Wippingen. Um das Image des Berufs des Lkw-Fahrers ist es in Deutschland nicht gut bestellt. Einige der Probleme der Branche hat Unternehmer Georg Johanning aus Wippingen klar benannt. Ein Kommentar.

Dauerbaustellen und Staus vermiesen den Zeitplan und erhöhen den Termindruck auf die Fahrer. Hinzu kommt die tägliche Suche nach freien Stellflächen auf Parkplätzen, damit die von den Behörden oft peinlich genau überprüften Lenk- und Ruhezeiten eingehalten werden. Belastend sind zudem insbesondere bei Fernfahrern Arbeitszeiten mit oft mehrtägiger oder gar Wochenend-übergreifender Abwesenheit von der Heimat.

Ohne die Fachleute, die Ware von A nach B bringen, funktioniert unsere Gesellschaft aber nicht. Wir alle möchten gefüllte Regale in Supermärkten haben, möchten eine breite Auswahl von Produkten haben, die aber nur dann möglich ist, wenn die Transporteure die Rohwaren an die Hersteller liefern.

Das Image des Berufs des Lkw-Fahrers aufzuwerten, bedeutet wohl auch, die Löhne steigen zu lassen. Das dürfte am Ende den Einkauf im Supermarkt verteuern. Aber dazu sollten wir bereit sein.


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