Offizieller erster Spatenstich Sanierung der Kreisstraße und des Kreisels in Dörpen

Von Katharina Preuth, 10.09.2018, 17:26 Uhr
Den offiziell ersten Spatenstich setzten (von links) Detlev Thieke, Hermann Wocken, Reinhard Winter, Bernd Busemann und Manfred Gerdes. Foto: Katharina Preuth

Dörpen. Die Kreisstraße (K) 112 in der Gemeinde Dörpen wird erneuert. Zum ersten offiziellen Spatenstich haben sich Vertreter aus Gemeinde, Samtgemeinde, Landkreis und Land getroffen. Alle Instanzen sind an den Kosten von 1,85 Millionen Euro beteiligt.

Bereits im Juli haben die Arbeiten an der Neudörpener Straße begonnen. Auf einer Länge von 800 Metern wird zunächst die aktuell sechs Meter breite Straße zurückgebaut, bevor im Anschluss Schotter und Asphalt aufgetragen werden. Insgesamt wird die Fahrbahn auf 6,5 Meter erweitert. Anwohner sollen während der Bauarbeiten durch eine Einbahnstraßenregelung ihre Häuser erreichen können. „Der eine oder andere Anwohner wird den einen oder anderen Tag nicht auf seinen Hof fahren können. Wir wissen das, aber es ist leider nicht zu ändern“, so Detlev Thieke, Fachbereichsleiter Straßenbau beim Landkreis Emsland. Der Durchgangsverkehr wird über eine Umleitung von der Hauptstraße über die Bundesstraße (B) 70 geleitet.

Radweg und Leitungen

Außerdem wird der Radweg, der im Moment 1,8 Meter breit ist, auf einer Länge von 850 Meter erneuert. Die neue Strecke für Fahrradfahrer soll von der Straße abgesetzt sein und eine durchgängige Breite von 2,5 Meter haben. „Der Radweg stellt die kürzeste Verbindung zwischen der Ortschaft Dörpen und dem neu errichteten Bahnhof Dörpen dar und entspricht nun auch unter dem Gesichtspunkt der Verkehrssicherheit vollkommen den vorgegebenen Standards“, erklärte Landrat Reinhard Winter.

Gleichzeitig erneuern die Versorgungsunternehmen ihre Leitungen und ein bestehender, aber nicht mehr einwandfrei funktionierender Schmutzwasserkanal wird auf der gesamten Länge der Baustrecke ersetzt. Und eine Einrichtung zur Oberflächenentwässerung wurde angelegt. „Das Wasser wird nicht mehr im Radweg stehen“, sagte Thieke.

Kreisverkehr teilweise gesperrt

Dörpen nutze, laut Samtgemeindebürgermeister Hermann Wocken, „die Gunst der Stunde“ um den angrenzenden Kreisverkehr zu sanieren. Der Bereich für Radfahrer besteht zur Zeit aus Klinker, der durch eine Asphaltschicht ersetzt werden soll. „Der Klinker wird von den schweren Fahrzeugen herausgedreht. Das macht uns viel Arbeit“, erklärte Wocken. Darüberhinaus erhalte der Kreisverkehr insgesamt eine neue Deckschicht. Eine halbseitige Sperrung wird demnach je nach Bauphase zu erwarten sein.

Die Gesamtkosten für das Projekt belaufen sich auf 1,85 Millionen Euro, von denen der Landkreis Emsland rund 560.000 Euro und das Land Niedersachsen rund 840.000 Euro übernehmen. Die Gemeinde Dörpen steuert etwa 450.000 Euro bei. Die Anwohner werden nicht an den Kosten beteiligt. Eine erste Kostenaufstellung sah einen Betrag von 1,4 Millionen Euro vor, dort war jedoch die Sanierung des Kreisels nicht berücksichtigt.

Kritik an Baumfällungen

Im Vorfeld des Baubeginns hatte es Kritik eines Anwohners gegeben, da für die Sanierung etwa 70 Linden gefällt werden mussten. Die flach wurzelnden Bäume hatten vor allem den Radweg und die im Boden liegenden Leitungen beschädigt. „Die Bäume hatten den Radweg zur Holperpiste gemacht. Bevor wir neu bauen, mussten die weg, ansonsten haben wir das gleiche Problem wieder“, so Dörpens Bürgermeister Manfred Gerdes.

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