Insektensterben entgegenwirken 4,5 Hektar Blühwiesen in Neulehe angelegt

Von Jennifer Kemker

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Dem Insektensterben entgegenwirken wollen auch (von links) Hegeringsleiter Josef Schwindel und Dieter Kemker von der Gemeinde Neulehe. Foto: Jennifer KemkerDem Insektensterben entgegenwirken wollen auch (von links) Hegeringsleiter Josef Schwindel und Dieter Kemker von der Gemeinde Neulehe. Foto: Jennifer Kemker

Neulehe. Eine Fläche von zusammen 4,5 Hektar Blühflächen, verteilt auf zehn Parzellen, ist in Neulehe entstanden. Diese Maßnahme wurde umgesetzt, um dem Insektensterben entgegenzuwirken, begründet der Leiter des Hegerings Aschendorf, Josef Schwindel, die Aktion.

Neuleher Bürger haben sich laut Schwindel mit dem Anliegen, Blühflächen anzulegen, an die örtliche Jägerschaft gewandt und seien dabei auf volle Unterstützung gestoßen. Wie Schwindel berichtete, wurden den Beteiligten nach einigen Wochen die Flächen zur Verfügung gestellt und die Arbeiten konnten beginnen. Es sei eine mehrjährige Mischung ausgesät worden, damit die Insekten auch im Frühjahr bereits Blüten vorfänden. Gerade im Frühjahr, während die Landschaft karg sei, würden Insekten benötigt, um den wild lebenden Vögeln Nahrung zu bieten, wie Schwindel erklärte.

Hoffnung auf weitere Flächen

Bei einer Gesamtfläche von 1362 Hektar in Neulehe seien 4,5 Hektar nur „ein Tropfen auf dem heißen Stein“, aber der Anfang sei gemacht. „Vielleicht finden wir im nächsten Jahr weitere Personen, die Flächen zur Verfügung stellen“, so Schwindel.

Wie der Hegeringsleiter weiter berichtete, wurden die Flächen von privaten Eigentümern und der Gemeinde zur Verfügung gestellt. Finanziert wurde die Bodenbearbeitung von Neuleher Vereinen und örtlichen Parteien. Das mehrjährige Saatgut und die Aussaat seien vom Hegering Aschendorf finanziert worden.

Streuobstwiese soll angelegt werden

Insgesamt seien im Einzugsgebiet des Hegerings Aschendorf in den Ortschaften Aschendorf, Herbrum, Lehe und Neulehe 15 Hektar verteilt auf 29 Flächen ausgesät worden. Darüber hinaus sei im kommenden Herbst vorgesehen, eine Streuobstwiese anzulegen. Um die Finanzierung sicher zu stellen, hat der Hegeringsleiter Kontakt mit der Bingo-Umweltstiftung aufgenommen.


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