Eine Mensa und drei Klassenräume Startschuss für Erweiterung der Grundschule Heede

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Den symbolischen ersten Spatenstich vollzogen (von links) Hermann Wocken, Markus Haverkorn, Hans Kuper, Antonius Pohlmann und Johannes Kuper. Foto: Gerd SchadeDen symbolischen ersten Spatenstich vollzogen (von links) Hermann Wocken, Markus Haverkorn, Hans Kuper, Antonius Pohlmann und Johannes Kuper. Foto: Gerd Schade

Heede. Mit dem symbolischen ersten Spatenstich hat heute offiziell die Sanierung und Erweiterung der Grundschule Heede begonnen.

Neu entstehen sollen bei laufendem Unterrichtsbetrieb eine Mensa, die auch als Aula genutzt werden kann, sowie drei Klassenräume. Beide Komplexe werden an das bestehende Schulgebäude aus den 1950er-Jahren angedockt. Das Gesamtinvestitionsvolumen umfasst 1,1 Millionen Euro. Bis zu Beginn des nächsten Schuljahres soll alles fertig sein.

Größte Investition in Grundschule

Nach Angaben von Dörpens Samtgemeindebürgermeister Hermann Wocken (CDU) handelt es sich um die größte Investition der Geschichte der Kommune in eine Grundschule. Mit den Anbauten trage die Samtgemeinde (SG) den steigenden Schülerzahlen in Heede Rechnung und schaffe die Voraussetzungen mit dann insgesamt acht Klassenräumen für eine durchgängige Zweizügigkeit. Denn wie Schulleiter Markus Haverkorn berichtete, steigenden die Schülerzahlen. Seit der gebürtige Heeder seinen Dienst an der Schule vor fünf Jahren angetreten habe, sei die Zahl von 78 auf aktuell 110 gestiegen. In den kommenden drei Einschulungsjahren rechnen Schule und SG mit 23, 29 und 30 Erstklässlern. Aktuell wird mangels Platz im bestehenden Schulgebäude eine Klasse in einem Container unterrichtet.

„Sanieren und optimieren“

„Wir werden den gesamten Schulkomplex umfassend sanieren und optimieren“, verspricht Wocken. Unter anderem würden die Schülertoiletten in die Mitte des Gebäudes verlegt, um die Wege für die Mädchen und Jungen möglichst kurz zu halten. Unter dem Strich ließe sich durchaus sagen, dass die Schule „fast neu gemacht“ werde, so Wocken. Da es für das Vorhaben allerdings nahezu keine Fördermittel gebe, bedeute die Finanzierung einen enormen Kraftakt für die SG als Trägerin der Schule. Dennoch oder gerade deswegen zeigte sich der Verwaltungschef erfreut, dass der SG-Rat das Projekt einstimmig gebilligt habe und damit der dynamischen Entwicklung der Mitgliedsgemeinde Heede Rechnung trage. Als positiv hervor hebt Wocken zudem, dass sich mit dem Dörpener Architekturbüro Hans Kuper und dem Wippinger Bauunternehmen Kuper zwei Unternehmen aus der SG bei der Auftragsvergabe durchgesetzt hätten.

Eine Lanze bricht Wocken für das Lehrerkollegium. „Die machen einen super Job. Das kann man gar nicht oft genug sagen.“

Gute Bausubstanz

Architekt Kuper zufolge verfügt das bestehende Gebäude über eine gute Bausubstanz. Der zeitliche Ablauf sieht zunächst aber die Neubauten und dann die Sanierung vor.

Schulleiter Haverkorn zeigt sich erfreut, dass die SG auf die steigenden Schülerzahlen und die veränderten räumlichen Anforderungen im Hinblick auf Inklusion und Ganztagsbetrieb reagiere. Nach seinen Worten werden die Grundschüler mittags derzeit in einem zur Mensa umgebauten Klassenraum verpflegt. Täglich würden bis zu 40 Schüler die Mensa nutzen.

An das bestehende Schulgebäude werden eine Mensa (rot-gelber Komplex vorn) sowie drei Klassenräume (hinten) angebaut. Grafik: Architekturbüro Kuper

Aus der Sicht des Heeder Bürgermeisters Antonius Pohlmann (CDU) wird der Schulstandort Heede durch das Vorhaben langfristig gesichert. Wenn wie geplant auch ein neuer Kindergartenstandort nahe der Schule entsteht, sei das bildungstechnisch eine „runde Sache“.


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