Ems als Wirtschaftsverbindung Wie ein Fluss die Stadt Emden und Dörpen verbindet

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Dörpen. Die Stadt Emden und die Gemeinde Dörpen verbindet nicht nur die Ems, sondern damit auch eine seit 25 Jahren bestehende Wirtschaftsbeziehung. Delegationen aus beiden Kommunen trafen sich zu diesem Anlass beim größten Arbeitgeber in Dörpen: bei UPM Nordland Papier.

„Wir haben eine intensive Logistikpartnerschaft“, sagte Hermann Wocken (CDU), Bürgermeister der Samtgemeinde (SG) Dörpen und begrüßte neben der Delegation aus der Verwaltungsspitze und dem Rat der Stadt Emden auch Vertreter der Emder Hafenwirtschaft, namentlich der weltweit agierenden Omya GmbH und der Anker Schifffahrtsgesellschaft. „Wir treffen uns kontinuierlich, um unsere Partnerschaft zu intensivieren“, so Wocken – dieses Mal im Emsland beim größten Arbeitgeber der SG. Ebenso betonte Emdens Bürgermeister Bernd Bornemann (SPD) die Bedeutung der Verbindung durch die Ems, indem er sagte: „Die Freiheit der Ems ist für uns wichtig und für Dörpen auch.“ Manfred Gerdes (CDU), Bürgermeister der Gemeinde Dörpen, forderte: „Die Bundeswasserstraße muss immer planmäßig beschiffbar bleiben“.

87 Prozent des Wareneingangs kommt per Schiff

In den Dörpener Hafen bekomme das Unternehmen UPM in Dörpen nach Angaben von Werksleiter Klaus Reimann den Zellstoff für die Papierproduktion per Schiff. Insgesamt entfallen 87 Prozent des Wareneingangs auf diesen Transportweg. Fünf Schiffe, so Reimann, laufen täglich ein und aus – zehn Fahrten also und zusätzlich 190 Lkw, die prozentual einen Anteil von zehn am Wareneingang einnehmen, am Ausgang einen Anteil von 67 Prozent. „Mit einem Binnenschiff können wir 50 Lkw ersetzen“, sagte Wocken.

Investition in automatisiertes Transportsystem

Wie Reimann während einer Besichtigung der Papierfabrik erläuterte, werden bei UPM Nordland Papier derzeit zwei Querschneider demontiert. Dabei bleibe die Abrollung eines Querschneiders stehen, teilte das Unternehmen auf Nachfrage mit. Die Abrollung wird für einen leistungsfähigeren Querschneider genutzt, der an dieser Stelle wieder aufgebaut wird. Außerdem informierte Reimann über die aktuelle Investition in fahrerlose Transportsysteme, die einen Teil des Formatzwischenlagers automatisieren.

Der Konzern habe 19.000 Mitarbeiter in 46 Ländern und 54 Produktionsanlagen in zwölf Ländern. Am Standort Dörpen sind 1700 Menschen beschäftigt.


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