Mobiler Treffpunkt Das „Rollende Begegnungscafé“ des DRK hält in Kluse

Von Michael Sterk

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Die Gemeinde Kluse war der erste Halt des „Rollenden Begegnungscafés“. Mit dabei waren DRK-Mitarbeiter, Migranten, Ehrenamtliche und Vertreter von Gemeinde und Samtgemeinde. Foto: Michael SterkDie Gemeinde Kluse war der erste Halt des „Rollenden Begegnungscafés“. Mit dabei waren DRK-Mitarbeiter, Migranten, Ehrenamtliche und Vertreter von Gemeinde und Samtgemeinde. Foto: Michael Sterk

stmi Kluse. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK), Kreisverband Emsland, hat einen Kleinbus in ein Café umgebaut und besucht damit kleinere Gemeinden, um Begegnung zwischen Flüchtlingen und der einheimischen Bevölkerung zu ermöglichen. Der erste Halt war die Gemeinde Kluse.

Ziel des „Rollenden Begegnungscafés“ sei es, die „Integrationsarbeit zu reaktivieren“, so Josef Wittrock, Fachbereichsleiter für Jugend, Familie und Soziales beim DRK. Die Aktion solle Migranten dabei helfen, Kontakte zu Einheimischen aufzubauen und auch örtliche Gruppen und Vereine kennenzulernen. Auf dieser Grundlage entstand 2016 die Idee für das Begegnungscafé. In Kluse nahmen gut ein Dutzend Flüchtlinge und drei Ehrenamtliche das Angebot wahr.

Für acht bis zehn Personen ist laut Wittrock in dem umgebauten Bus Platz. Zudem wurde in Kluse neben dem Fahrzeug ein Tisch mit Bänken aufgestellt, um mehr Leuten eine Sitzgelegenheit zu bieten. Für Tee, Kaffee, und Gebäck sei immer gesorgt. Auch freies WLAN werde angeboten. „Ich bin dem DRK für seine Arbeit in unserer Samtgemeinde sehr dankbar“, sagte Hermann Wocken, Bürgermeister der Samtgemeinde Dörpen. Auch den freiwilligen Helfern dankte er für ihre Teilnahme.

Lockere Atmosphäre soll entstehen

Einen festen Plan für den Ablauf der Besuche vor Ort gebe es nicht, verriet Anja Krömer, Sozialarbeiterin beim DRK. „Wir möchten, dass die Ehrenamtlichen und die Flüchtlinge das Programm selber gestalten“, erklärte sie. Auf diese Weise solle eine lockere Atmosphäre entstehen. Je nach Bedarf hätten die DRK-Mitarbeiter jedoch einige Ideen, wie das Angebot eines grundlegenden Deutschkurses, Broschüren und Zeitschriften in mehreren Sprachen und Mitmachangebote wie Spiele oder Bastelaktionen. Auch die Platzwahl sei flexibel. Vorschläge dazu seien erwünscht. Jeder Besuch sei auf zwei bis drei Stunden angesetzt.

„Wir sind auf die Ehrenamtlichen angewiesen“, sagte Karina Böhmker, ebenfalls Sozialarbeiterin beim DRK. Sie wüssten, wo das Café parken sollte, wo die meisten Flüchtlinge lebten und könnten die Einwohner der Gemeinden über das Eintreffen des Cafés informieren. Wie oft das „Rollende Begegnungscafé“ in eine Gemeinde kommt, hänge nämlich ganz von der Resonanz ab.

Aktion läuft bis zum Sommer 2020

Neben Kluse sind Besuche in Dörpen, Neubörger, Werlte und Rhede geplant. Größere Städte anzupeilen sei nicht von Nöten. „Städte haben meist ein viel größeres Angebot für Flüchtlinge. Wir wollen hauptsächlich kleine Gemeinden ansteuern, die nicht so viele Aktivitäten bieten“, so Krömer. Zurzeit ist geplant, die Aktion bis zum Sommer 2020 anzubieten. Eine Verlängerung sei allerdings nicht auszuschließen, so Böhmker. Der nächste Halt ist am Montag, 27. August, um 15 Uhr am Rathaus in Dörpen.


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