Ein Bild von Hermann Hinrichs
17.08.2018, 06:10 Uhr KOMMENTAR

Begegnungscafé: Beim Zeitpunkt nachjustieren

Kommentar von Hermann Hinrichs

Das „Rollende Begenungscafé“ will den Kontakt zwischen Flüchtlingen und Einheimischen in kleineren Gemeinde fördern. Foto: Archiv/Anna HeidtmannDas „Rollende Begenungscafé“ will den Kontakt zwischen Flüchtlingen und Einheimischen in kleineren Gemeinde fördern. Foto: Archiv/Anna Heidtmann

Kluse. Das „Rollende Begegnungscafé“ des DRK-Kreisverbandes Emsland hat die Gemeinde Kluse besucht. Ein Kommentar.

Das „Rollende Begegnungscafé“ des DRK-Kreisverbandes Emsland steuert kleinere Ortschaften im nördlichen Emsland an, um hier einen Beitrag zur Integrationsarbeit zu leisten. Das hilft weiter!

Denn dort, wo es aufgrund der Gegebenheiten nicht so viele Angebote geben kann wie in Städten, da kann diese Aktion zu einem Berührungspunkt zwischen Flüchtlingen und Einheimischen werden. Und wenn das Eis erst einmal gebrochen ist, braucht es das Café womöglich irgendwann nicht mehr. Schließlich läuft man sich in kleinen Orten häufiger über den Weg, grüßt sich, tauscht ein paar Worte aus und es entstehen im besten Fall sogar Freundschaften.

Die kommen aber am ehesten unter Menschen gleicher Altersgruppen zustande. Und genau da hakt es beim „Rollenden Begegnungscafé“: An einem Dienstagnachmittag um 15 Uhr sind auch in Kluse Berufstätige kaum daheim, sondern gehen ihrer Arbeit nach. Die größte Bevölkerungsgruppe für eine Begegnung, die dauerhaft Früchte tragen soll, konnte somit das Angebot gar nicht wahrnehmen. Hier sollten die Projektverantwortlichen mit Blick auf die nächsten „Haltestellen“ vielleicht schon von sich aus nachjustieren.


Der Artikel zum Kommentar

Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN