Kontaminationen festgestellt Brücke in Dörpen-Haar wird frühestens ab Oktober abgebaut

Von Maike Plaggenborg

Die Brücke an der K 157 in Dörpen-Haar ist seit Jahren nur noch halbseitig befahrbar. Foto: Archiv/Jennifer KemkerDie Brücke an der K 157 in Dörpen-Haar ist seit Jahren nur noch halbseitig befahrbar. Foto: Archiv/Jennifer Kemker

Dörpen. Weil das zuständige Wasser-und Schifffahrtsamt (WSA) Meppen Kontaminationen an der Küstenkanalbrücke in Dörpen-Haar festgestellt hat, beginnt der Rückbau „mindestens zwei Monate später“, heißt es.

Für den Beginn des Rückbaus war zunächst der Zeitraum August bis November 2018 angepeilt worden, wie Hermann Ubbenjans von der Meppener Abteilung des WSV im Januar auf Nachfrage mitteilte. Nun aber haben die zuvor angekündigten Altlastenerkundungen ergeben, dass sich – entgegen der Erwartung – Schwermetalle im Korrosionsschutz der Brücke befinden. Laut Bestand ist da „was anderes drauf“, sagte Ubbenjans nun in einer erneuten Anfrage. Auch die sogenannten Widerlager an den Enden der Brücke seien belastet. Ebenso die Epoxidharzschicht auf der Fahrbahn der Brücke sei betroffen, genauer: der Kleber zwischen dem Beton und der Verschleissschicht. Auch polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe – kurz PAK – seien festgestellt worden. „Die sind giftig, wenn man direkt mit denen in Kontakt kommt“, sagt Ubbenjans. Bei den Arbeiten müsse entsprechend darauf geachtet werden, dass keine Umweltschäden entstehen.

Durch die Erkundung der Altlasten ist es Ubbenjans zufolge nun zur genannten Verzögerung gekommen. Die Arbeiten allerdings befänden sich derzeit in der Ausschreibungsphase. Die Aufträge sind demnach nicht vergeben, denn sie mussten an die „veränderte Entsorgungsschiene“ angepasst werden. Einfluss auf die Kosten habe dies jedoch nicht, so Ubbenjans. Es bleibe bei dem zuvor angesetzten Betrag von 600.000 Euro. Der Rückbau werde voraussichtlich vier bis fünf Monate dauern.

Fällig wird der Rückbau, weil die Brücke wegen ihres schlechten Zustands bereits seit Jahren nur noch halbseitig und mit verringerter Geschwindigkeit befahren werden durfte. Inzwischen ist eine neue Direktanbindung von der Kreisstraße 157 an die Bundesstraße 401 geschaffen worden. Die Brücke ist damit überflüssig.


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