Verwaltungschef Hermann Wocken im Sommerinterview Grundschulerweiterung in Heede als „zukunftsweisende Maßnahme“

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Der Dörpener Samtgemeindebürgermeister Hermann Wocken (CDU) sieht vor allem in der Erweiterung der Grundschule Heede eine große Maßnahme. Foto: Archiv/Stadt PapenburgDer Dörpener Samtgemeindebürgermeister Hermann Wocken (CDU) sieht vor allem in der Erweiterung der Grundschule Heede eine große Maßnahme. Foto: Archiv/Stadt Papenburg

Dörpen. Im Sommerinterview verrät Hermann Wocken, Bürgermeister der Samtgemeinde (SG) Dörpen, wohin er dieses Jahr in den Urlaub fährt, aber auch, welche Projekte in seiner noch bis 31. Oktober 2019 laufenden Amtszeit für ihn anstehen. Eines davon ist die Erweiterung der Grundschule Heede.

Ihre Amtszeit endet am 31. Oktober 2019, die Wahl allerdings ist schon am 26. Mai 2019. Wann beginnt ihr Wahlkampfmodus?

Ich gebe jeden Tag mein Bestes. In einen bestimmten Modus muss ich deshalb nicht umschalten.

Welche Themen möchten Sie bis dahin noch umgesetzt wissen?

Im Jahr 2019 soll die Erweiterung der Grundschule Heede abgeschlossen werden, genau wie der Neubau des dritten Kindergartens in Dörpen. Zudem werden im Bereich der Kindertagesstätten Überlegungen für Neubauten beziehungsweise Erweiterungen in Heede, Wippingen, Neubörger, Walchum und Kluse angestellt. Bei dieser wegweisenden Thematik wird sich also noch Vieles entwickeln. Für unsere Feuerwehren, die ehrenamtlich einen hervorragenden Job machen, erwarten wir für das kommende Jahr die Fertigstellung des neuen Einsatzleitwagens für die Feuerwehr Dörpen und des Mannschaftstransportfahrzeuges für die Feuerwehr Heede. Eine Daueraufgabe sehen wir im Breitbandausbau und dem Ausbau der Mobilfunkversorgung. Beides muss weiter vorangetrieben werden.

Welcher Aufgabe widmen Sie sich als Erstes, wenn die politische Sommerpause vorüber ist?

Die Erweiterung der Grundschule Heede ist eine zukunftsweisende Maßnahme. Wir werden die Grundschule komplett zweizügig ausbauen und ein neues Mensagebäude errichten. Vor einigen Tagen ist die Baugenehmigung eingegangen. In diesem Monat soll der erste Spatenstich erfolgen.

Welche großen Projekte hat die SG noch in diesem Jahr vor der Brust?

In Neubörger läuft derzeit der Bau der Mehrzweckhalle, die zu einem neuen Kommunikationszentrum für die ganze Gemeinde ausgebaut wird. In Dörpen befindet sich die Planung für den Bau des dritten Kindergartens mit der vierten und fünften Krippengruppe in der Endphase. Sobald die Genehmigung eingeht, kann auch hier mit dem Bau begonnen werden. Darüber sind in Wippingen und Walchum zum 1. August je weitere Krippengruppen an den Start gegangen, in Neulehe werden weitere Krippenplätze geschaffen. In Lehe wird in Kürze die Alte Molkerei abgerissen, sodass in zentraler Lage dort etwas Neues entstehen kann. An der Oberschule laufen ebenfalls diverse Maßnahmen wie die Modernisierung der sanitären Anlagen im Erdgeschoss und der weitere Ausbau der LED-Beleuchtung als Klimaschutzmaßnahme.

Einige Dinge sind in der SG bereits angeschoben worden. Welche davon können Sie für dieses Jahr gedanklich auf dem Stapel „erledigt“ ablegen?

In diesem Jahr konnten bereits mehrere größere Erfolge erreicht werden: Kürzlich haben wir uns sehr über das neue Tanklöschfahrzeug (TLF 4000) für die Feuerwehr Dörpen gefreut. In Walchum ist im Juni im Gesundheitszentrum die allgemeinmedizinische Praxis eröffnet worden. Die Ortsdurchfahrt Neudörpen ist mit dem Fahrradweg vollständig erneuert. Die Bundesstraße 401, die sogenannte Ortsumgehung Dörpen, ist im Frühjahr zwischen dem Grünen Winkel in Heede und der Kreuzung mit der Bundesstraße 70 schneller als geplant vollständig saniert worden. Der Marktplatz in Heede konnte zu Jahresbeginn eingeweiht werden. Die Dorfregion mit den Ortsteilen Dersum, Neudersum, Kluse, Ahlen, Steinbild, Walchum und Hasselbrock ist in das Dorfentwicklungsprogramm aufgenommen worden. Das ist höchst erfreulich, denn nun können die Bürgerinnen und Bürger ihre Heimatorte mit erheblichen Fördermitteln weiter entwickeln.

Gibt es wiederkehrende Themen auf der politischen Agenda, auf die Sie gut verzichten könnten?

Mich ärgert die schlechte Unterrichtsversorgung, die auch auf unsere Schulen nach den Sommerferien erneut zuläuft. Verantwortlich dafür ist die Landesregierung! Die Diskussion fällt nicht in die Zuständigkeit der Samtgemeinde. Dennoch ist die Unterrichtsversorgung selbstverständlich ein enorm wichtiges Thema. Es geht um die Bildung unserer Kinder. Deshalb bin ich dankbar, dass wir sehr gute Ansprechpartner bei der Landesschulbehörde haben, die sich wirklich intensiv um die Angelegenheit kümmern. Letztlich können sie aber nur den Mangel verwalten. Ein weiteres Thema hat mich in den vergangenen Wochen echt aufgebracht: Die Umsetzung der Datenschutzgrundverordnung der EU in Deutschland. Wir müssen uns nicht wundern, wenn ehrenamtliche Vereinsvorstände bei all der Bürokratie und Belastung bald keine Lust mehr haben.

Wie genießen Sie die Sommerzeit zuhause?

Gerne gehe ich im schönen Bürgerpark in Dörpen und am Wendebecken spazieren. Außerdem besuchen wir immer mal wieder die kulturellen und touristischen Anlaufpunkte in der Region. In allen Mitgliedsgemeinden unserer Samtgemeinde gibt es hervorragende Naherholungsziele. Ich denke zum Beispiel an den Mariengarten in Neulehe oder die vielen Heimathäuser mit den idyllischen Gärten, die häufig von ehrenamtlichen Gruppen bestens gepflegt werden. Highlights sind neben dem Bürgerpark in Dörpen sicherlich auch die Leher Pünte, der Heeder See und der Herzogsee in Walchum.

Welcher Urlaubstyp sind Sie in diesem Jahr? Mit dem Urlaubsbomber ab in die Karibik, Wandern in den Alpen oder Entspannen auf einer ostfriesischen Insel?

Wir machen Familienurlaub an der Nordsee.


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