Nach gemeinsamer Bewerbung Dörpen-Papenburg: Weder Zu- noch Absage von Tesla

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Gemeinsam um einen Tesla-Produktionsstandort bewerben sich seit 2016 Papenburg und Dörpen. Foto: Gerd Schade/ArchivGemeinsam um einen Tesla-Produktionsstandort bewerben sich seit 2016 Papenburg und Dörpen. Foto: Gerd Schade/Archiv

Dörpen/Papenburg. Die Ankündigung von Tesla-Chef Elon Musk, für den Bau einer großen Fabrik zur Herstellung von E-Autos und Batterien in Europa Deutschland als Standort zu bevorzugen, ist in Papenburg und Dörpen aufmerksam registriert worden. Seit 2016 läuft eine gemeinsame Bewerbung der beiden Kommunen um einen solchen Produktionsstandort.

„Die gemeinsame Bewerbung von Papenburg und Dörpen ist bei Tesla sehr gut angekommen. Das ist uns soweit bestätigt worden“, erklärte der Dörpener Samtgemeindebürgermeister Hermann Wocken (CDU), der in dieser Angelegenheit auch für Papenburg spricht, am Mittwoch auf Anfrage unserer Redaktion. Bis heute habe man weder eine Zu- noch eine Absage US-amerikanischen Elektroautoherstellers erhalten. „Wir vermuten, dass sich Tesla aufgrund der schwierigen innerbetrieblichen Lage und auch aufgrund der aktuellen Situation hinsichtlich amerikanischer Investitionen in Europa derzeit mit einer Entscheidung schwertut. Wir warten bis auf Weiteres ab, wie sich Tesla entscheidet“, so Wocken.

Reaktion auf Twitternachricht

Nachdem Musk im Juni getwittert hatte, dass Deutschland „die bevorzugte Wahl für Europa“ sei, begann postwendend das Buhlen von Lokalpolitikern in anderen Bundesländern. Insbesondere Rheinland-Pfalz, das Saarland und Nordrhein-Westfallen hegen Hoffnungen auf den Zuschlag. Aber auch in den Niederlanden wurde das Werben um Tesla verstärkt.

Lobbyarbeit in Brüssel

Wocken hebt derweil die Unterstützung durch den CDU-Europaabgeordneten Jens Gieseke aus Sögel hervor. „Er konnte aus Gesprächen, die er in Brüssel mit hochrangigen Unternehmensvertretern geführt hat, von der positiven Bewertung unserer Bewerbung berichten“, erklärte Wocken. Seinerzeit sei Gieseke mitgeteilt worden, dass nicht vor Ende 2017 mit einer Standortentscheidung zu rechnen sei.

Wie Wocken weiter betont, „kämpfen wir unabhängig davon kontinuierlich weiter um Ansiedlungen. Beispielsweise haben Dörpen und Papenburg im vergangenen Jahr gemeinsam am Stand des Landes Niedersachsen auf der weltweit größten Messe für Gewerbeimmobilien, der Expo Real in München, geworben“, so der Samtgemeindebürgermeister.

Von der Papenburg-Dörpener Bewerbung an Tesla, die seinerzeit überregional Beachtung fand, sollte überdies ein generelles Signal beider Kommunen für die die Vorzüge des gemeinschaftlichen Wirtschaftsraumes Papenburg-Dörpen ausgehen.


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