Unter anderem Tierboutique und Waschanlagen Heeder investieren zwei Millionen Euro in Gewerbegebiet

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Heede. In Heede soll im September/Oktober eine neue Waschanlage für Autos und Lastwagen an den Start gehen. Die Investoren Torsten Burmester und Barbara Sobietzki planen am Standort im Gewerbegebiet Nord außerdem eine Tierboutique, einen Werkzeugverleih, den Verkauf von Berufskleidung und Reinigungsmitteln für Ställe sowie Wohnmobilstellplätze.

Joker ist der Name von Sobietzkis und vielleicht auch bald der Name der gesamten Anlage, die sie derzeit gemeinsam mit Geschäftspartner Burmester in Heede bauen lässt. Derzeit ist lediglich die Tierboutique nach ihrem zwei Jahre alten Old English Bulldog benannt. Sobietzkis Liebe zu Hunden ist auch die Ansiedlung dieses Geschäfts zu verdanken. Es soll ab Herbst in der Halle, die am nächsten zur Dersumer Straße liegt, untergebracht sein. Im Angebot sind, wie Burmester erklärt, hochwertige Artikel, allerdings ausschließlich für Hunde und Katzen. Beispiele sind: Halsbänder, Kleidung, Spielzeug, Näpfe aber auch Futter und Nahrungsergänzungsmittel. Mit Blick auf die Qualität deutet Burmester bereits ein entsprechend höheres Preisniveau an. Sobietzki: „Es wird auch einen Online-Shop geben“.

Mehrere Geschäftszweige unter einem Dach

Ebenfalls in der Halle untergebracht werden soll ein Werkzeug- und Geräteverleih. Auf Nachfrage bestätigt Burmester einen Bedarf an einem solchen Verleih, der auf Angaben eines benachbarten Werkzeughandels beruhe. Außerdem soll eine Abteilung für den Verkauf von Arbeitskleidung in der knapp 300 Quadratmeter großen Halle entstehen. Letztes Element in der Halle ist ein weiteres Ladenlokal, das – so Burmester weiter – planmäßig Reinigungs- und Desinfektionsmittel sowie Hochdruckreiniger und dessen Reparaturen über einen externen Partner anbietet. Zu den räumlich voneinander getrennten Sparten in der Halle ist zusätzlich eine „Kaffeeecke mit Sitzgelegenheit“ vorgesehen. Auch Tickets für die Waschanlagen sind in den Geschäftsräumen erhältlich.

Wie Burmester erklärt, werden die Anlagen in den weiteren zwei Hallen entstehen – eine für Autos samt Vorwäsche, die durch Personal erledigt wird und eine für Lkw, Bullis oder auch Busse. „Wenn alle kommen, die gesagt haben, dass sie kommen, kann nichts schiefgehen“, sagt Sobietzki, die mit Burmester vor allem auch deshalb auf die Idee mit den Waschstraßen kam, weil beide für ihr bereits bestehendes Unternehmen derartige Anlagen für ihre Fahrzeuge brauchen. Ihre Firma Blitzbank ist auf die Reinigung von Ställen spezialisiert. Im Umgang mit Tieren müsse es hygienisch zugehen, sagt Sobietzki. Die Blitzblank UG und der Betrieb BS Hühnerverladung sind, wie auch die Erweiterungen im Gewerbegebiet, unter dem Dach der At Times GmbH vereint. Burmester und Sobietzki sind deren Geschäftsführer. Mit 85 Mitarbeitern sei die Gesellschaft „einer der größten Arbeitgeber in Heede“, sagt Burmester. Das Angebot der Waschstraßen soll um drei Selbstbedienungs-Waschboxen für Pkw ergänzt werden. „Ich kenne viele Leute, die ihr Auto gerne selber waschen“, so Sobietzki. Und solche Boxen gebe es in Heede nicht.

Unterirdische Wasseraufbereitungsanlage

Auf dem 4000 Quadratmeter großen Grundstück möchten die beiden Investoren Raum für Wohnmobile schaffen. Acht Stellplätze wollen Burmester und Sobietzki vorhalten und außerdem Duschen und Toiletten zur Verfügung stellen. Auch eine Entsorgungsstation für die Toiletten der Nutzer soll eingerichtet werden. „Im September/Oktober könnte das erste fertig sein, wahrscheinlich die Waschanlagen“, sagt Burmester. Der eigentliche Start sei bereits für Mai vorgesehen gewesen. Allerdings hätten die vielen Genehmigungen zu Verzögerungen geführt. Dann haben sie lange auf Stahl warte müssen und keine Handwerker bekommen. Beim Bohren seien die Arbeiter auf Grundwasser gestoßen. Daher habe auch noch der Wasserspiegel abgesenkt werden müssen. Unter dem Gelände befinden sich fünf Tanks mit 10.000 Liter und vier mit jeweils 5000 Liter Fassungsvermögen. „Wir produzieren hier mineralölhaltiges Wasser“, und das werde in einer Wiederaufbereitungsanlage recycelt und wieder benutzt.

Weitere Besonderheit des Projekts ist: „Die ganze Anlage wird energieunabhängig mit einem Blockheizkraftwerk und einer Solaranlage betrieben“, sagt Burmester. Alles solle mit wenig Energie laufen.


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