Umzug nach Sanierung Heiraten im „Gelben Salon“ im Struven Hus in Lehe

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Lehe. Auch wenn das Zimmer im Struven Hus in Lehe bereits vorher „Gelber Salon“ genannt wurde, wird es dieser Bezeichnung erst jetzt wirklich gerecht. Nach der Sanierung des zum Teil historischen Innenbereiches des Gemeindehauses, erfolgte die Verlegung des Trauzimmers aus der Küche in den „Gelben Salon“.

In den vergangenen Monaten gingen die Handwerker in dem ehemaligen landwirtschaftlichen Gebäude aus dem Jahr 1885, das seit 2001 als Anlaufpunkt für Veranstaltungen, Versammlungen oder Sitzungen auf politischer oder gesellschaftlicher Ebene genutzt wird, ein und aus. „Die Arbeiten im Inneren sind weitestgehend abgeschlossen“, teilt Lehes Bürgermeister Johann Mardink im Gespräch mit unserer Redaktion mit. Was noch fehle, seien unter anderem neue Möbel für das Ratzimmer.

Arbeiten im Außenbereich folgen noch

In den kommenden Monaten soll zudem noch im Außenbereich ein neuer Anstrich in Teilbereichen erfolgen. Auch ein Austausch von alten Fenstern ist Mardink zufolge noch vorgesehen. Für die gesamte Maßnahme wird die Gemeinde nach Angaben des Bürgermeisters bei Fertigstellung rund 70.000 Euro in die Hand genommen haben. „Das ist es uns auch wert. Schließlich haben wir in Lehe rund 20 Organisationen, die untergebracht werden wollen. Das Struven Hus hat sich dabei zu einer zentralen Stelle entwickelt und etabliert.“

Haus intensiv genutzt

Da die intensive Nutzung des Hauses Spuren hinterlassen habe, entschloss sich die Gemeinde im Austausch mit dem Heimatverein, umfangreiche Sanierungsarbeiten im Elektro- und Malerbereich durchführen zu lassen. Diese erfolgten sowohl im historischen Teil des Hauses als auch im modernen hinteren Bereich. In der ehemaligen Bauernscheune stehen fünf Ferienwohnungen bereit, die von gut 40 Gästen genutzt werden können. Der Zugang zu den Wohnungen erfolgt über dem rund 100 Quadratmeter großen Innenhofbereich, der in den vergangenen Monaten farblich aufgefrischt wurde.

„Historischer Bedeutung des Hauses gerecht werden“

Wichtig war dem Bürgermeister bei den Arbeiten, dass diese „der historischen Bedeutung“ des Hauses gerecht werden. Dies wird besonders im historischen Teil des ehemaligen landwirtschaftlichen Gebäude deutlich. Hier hat Mardink zufolge der Heimatverein „viel Zeit“ investiert, um mit „viel Liebe zum Detail“ an der Ausstattung der Räume zu arbeiten. Dabei wurde der Verein nach Angaben von Kassenwartin Auguste Jansen mit Nachlässen und Erbstücken bedacht. „Ob Vasen, Möbel, Bilder, Truhen oder Geschirr: Bei uns sind viele schöne Sachen angekommen“, freut sich Jansen.

Heimatverein stimmt Einrichtung ab

Diese haben die Heimatfreunde bei der Einrichtung der Zimmer aufeinander abgestimmt. Besonders deutlich wird dies im neuen Trauzimmer. „Bislang wurde dieser Raum eher lieblos für Versammlungen genutzt“, teilt Mardink mit. Seit einem guten halben Jahr finden hier nun in historischem Ambiente standesamtliche Hochzeiten statt. „Die seitdem hier geheiratet haben, waren begeistert von der Atmosphäre“, so der Bürgermeister.

„Alles ging Hand in Hand“

Heimatverein-Vorsitzender Engelbert Determann freut sich über das „tolle Ergebnis“. „Es hat wirklich viel Arbeit gekostet, aber es hat sich gelohnt.“ Er hebt dabei die gute Zusammenarbeit zwischen dem Verein und der Gemeinde hervor. „Alles ging Hand in Hand. Nur so kann es auch funktionieren.“

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