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04.05.2018, 08:32 Uhr EIN KOMMENTAR

Gemeinde Neubörger muss bei Hundesteuer durchgreifen

Kommentar von Katharina Preuth

Einige Hundehalter in Neubörger haben ihre Tiere nicht angemeldet und zahlen auch keine Steuer. Foto: Harry Melchert dpa/lnwEinige Hundehalter in Neubörger haben ihre Tiere nicht angemeldet und zahlen auch keine Steuer. Foto: Harry Melchert dpa/lnw

Neubörger. Rund 100 Hundehalter in Neubörger zahlen trotz mehrfacher Aufrufe keine Steuer. Nette Appelle scheinen nicht zu druchten, die Gemeinde muss spürbare Konsequenzen aufzeigen. Ein Kommentar

Als „leidiges Thema“ bezeichnet Bürgermeister Ulrich Müller die Hundesteuer in Neubörger. Und das zu Recht. Zum wiederholten Male ruft die Gemeinde die Hundehalter auf, ihrer Steuerpflicht nachzukommen: mit mäßigem Erfolg. Die Gemeinde muss endlich durchgreifen, wenn sie auf die Steuereinnahmen nicht verzichten will.

Immer noch soll es bis zu 100 Hundebesitzer geben, die sich weigern, zu zahlen. Bei einer Abgabe von 28 Euro pro Hund und Jahr gehen Neubörger so immerhin 2800 Euro verloren. Dabei handelt es sich um Geld, das komplett an die Gemeinde geht.

Doch warum sollten Hundebesitzer ihre Tiere anmelden, wenn sie keine Konsequenzen zu befürchten haben? Dabei geht es einigen von ihnen dem Anschein nach nicht nur ums Geld. Bei einer offiziellen Meldung ihrer Hunde, müssten sie zudem einen Hundeführerschein machen, der in Niedersachsen für alle Besitzer Pflicht ist. Darauf haben einige „Herrchen“ und „Frauchen“ schlicht und einfach keine Lust.

Die Gemeinde Neubörger ist dafür zuständig, dass ihre Hundehalter die Tiere trotzdem anmelden. Sollte wie zu erwarten, ein erneuter Aufruf wenig Erfolg haben, muss die Verwaltung spürbare Konsequenzen aufzeigen. Sie hat laut Gesetz die Möglichkeit, die Nichtanmeldung als Ordnungswidrigkeit zu verfolgen und ein Bußgeld von bis zu 10000 Euro zu verhängen. Wenn gut gemeinte Appelle nicht fruchten, bleibt nur der Weg über den Geldbeutel.


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