Gemeinde will Steuer vermehrt eintreiben Automaten für Hundekot-Tüten in Neubörger geplant

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Gegen die Verunreinigung durch Hundekot will die Gemeinde Neubörger Automaten mit Kottüten aufstellen. Symbolfoto: Roland Holschneider/dpaGegen die Verunreinigung durch Hundekot will die Gemeinde Neubörger Automaten mit Kottüten aufstellen. Symbolfoto: Roland Holschneider/dpa

Neubörger. Gegen die Verunreinigung durch Hundekot will die Gemeinde Neubörger acht Automaten mit Tüten aufstellen. Außerdem hat Bürgermeister Ulrich Müller (Freie Wählergemeinschaft) in einer Ratssitzung erneut die Hundebesitzer aufgefordert, ihre Tiere zu melden und Steuern zu zahlen.

Wie Gemeindedirektor Gerd Langen (CDU) auf Nachfrage mitteilt, sollen noch bis zum Sommer insgesamt acht Automaten aufgestellt werden, an denen Hundebesitzer kostenlos Tüten für den Kot der Tiere ziehen können. Die Gemeinde will die Automaten an von Hundehaltern stark frequentierten Bereichen errichten, wie Spielplätze oder Schulen, so Langen. Die Kosten würden sich auf 50 bis 100 Euro pro Automat belaufen, schätzt der Gemeindedirektor. Sobald der genaue Preis feststehe, sollen die Tüten bereit stehen. Die Gemeinde hofft damit, die Verunreinigung der betroffenen Plätze in den Griff zu bekommen.

Etwa 100 Hundesteuerhinterzieher

Ein anderes „sehr leidiges Thema in Neubörger“ sei die von vielen Tierbesitzern nicht verrichtete Hundesteuer, so Müller. „Das ist ärgerlich, weil es sich dabei um Gemeindesteuer handelt, die Neubörger gut gebrauchen kann“, ergänzt Langen. Er schätzt, dass es etwa 80 bis 100 schwarze Schafe gebe, die ihre Hunde nicht gemeldet hätten. Die Steuer beträgt jährlich 28 Euro. Zum wiederholten Mal fordert der Bürgermeister die „Herrchen“ und „Frauchen“ auf, ihrer Pflicht nachzukommen. Sollten es dennoch wieder einige versäumen, das Geld zu zahlen, würde die Gemeinde die „Steuerhinterzieher“ anschreiben.

Ein vorangegangener Aufruf habe einige Hundehalter zum Umdenken gebracht. „Sie haben dann ihren fünf Jahre alten Welpen angemeldet“, so Langen. Der Rat beschließt in seiner Sitzung einstimmig, dass ein offizieller Aufruf in den Neubörger Nachrichten veröffentlicht werden soll, einschließlich der genauen Frist.


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