Rückgang der Schülerzahlen Grundschule Neubörger plant mit Kombiklasse für 2018/19

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Im Rat der Gemeinde Neubörger hat Schulleiterin Christine Telgen die Schülerzahlen vorgestellt. Foto: Katharina PreuthIm Rat der Gemeinde Neubörger hat Schulleiterin Christine Telgen die Schülerzahlen vorgestellt. Foto: Katharina Preuth

Neubörger. Im Schuljahr 2018/2019 werden die dritten und vierten Jahrgänge der Grundschule Neubörger zu einer Kombiklasse zusammengelegt. Seit 2011 ist ein „drastischer Rückgang“ der Schülerzahlen zu verzeichnen. Dies hat Schulleiterin Christine Telgen in einer Ratssitzung der Gemeinde berichtet.

Bereits im laufenden Schuljahr hätten laut Telgen die dritte und vierte Klasse zusammengeschlossen werden müssen. In den beiden Jahrgängen gibt es derzeit je elf Schüler. Wenn die Schülerzahl zusammengerechnet bei unter 25 bleibe, sind kombinierte Klassen vorgegeben. Da die Grundschule jedoch über ausreichend Lehrerstunden verfüge, steht eine Kombiklasse erst im kommenden Schuljahr an. Aktuell werden lediglich die Nebenfächer Religion, Sachunterricht, Musik und Sport gemeinsam unterrichtet. Die Fächer Deutsch, Mathe und Englisch würden nach Mitteilung der Schulleiterin dagegen in den jeweiligen Einzelklassen gelehrt. Außerdem hätten beide Jahrgänge je einen Klassenlehrer.

Rückgang seit 2011

Eine Prognose der Entwicklung zeigt, dass bis 2024 die Schülerzahlen zurückgehen. „Wir verzeichnen seit 2011 einen drastischen Rückgang. Damals hat es über 90 Schüler gegeben, jetzt sind es nur noch halb soviele“, sagt Telgen. Insgesamt besuchen zurzeit 47 Schüler die Grundschule. Aktuelle Zahlen gehen davon aus, dass in den Jahren 2019/2020 noch insgesamt 58 Schülern die Schule besuchen werden. In den folgenden Jahren würden die Zahlen dann zurückgehen, bis es im Schuljahr 2023/24 in Neubörger nur noch 40 Schüler gebe. „Das sind keine sicheren Zahlen, sondern Prognosen“, bemerkt die Schulleiterin. In den letzten Jahren habe es immer wieder Wegzüge gegeben oder sogar Abschiebungen, die in Prognosen nicht auftauchen würden, so Telgen.

Lieber keine Kombiklasse

Entwicklung der Schülerzahlen an der Grundschule Neubörger. Quelle: Samtgemeinde Dörpen // Grafik: NOZ/Heiner Wittwer

„Uns ist es natürlich lieber, wenn wir keine Kombiklassen benötigen“, sagt Gemeindedirektor Gerd Langen (CDU). Die Gemeinde würde ihr Bestes geben, um die Schülerzahlen nach oben zu korrigieren. Sie würde laut Langen zum Beispiel neue Baugebiete ausschreiben. Die Ratsmitglieder nahmen die Informationen der Schulleiterin zur Kenntnis, es hat keinen Beschluss gegeben.


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