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25.04.2018, 18:42 Uhr KOMMENTAR

Fake-News-Projekt in Dörpen: Gesunde Skepsis walten lassen

Kommentar von Maike Plaggenborg

Der Verein Politik zum Anfassen aus Hannover hat die Faktenwerkstatt am Gymnasium Dörpen für Schüler angeboten. Foto: Gerd SchadeDer Verein Politik zum Anfassen aus Hannover hat die Faktenwerkstatt am Gymnasium Dörpen für Schüler angeboten. Foto: Gerd Schade

Dörpen. In dem bundesweiten Projekt Faktenwerkstatt des Vereins Politik zum Anfassen haben sich Schüler des Gymnasiusm Dörpen mit Fake News und ihren Auswüchsen beschäftigt. Es zeigte sich: Es ist Skepsis geboten. Ein Kommentar.

In der Faktenwerkstatt in Dörpen zeigte sich: Wer vermeintliche Nachrichten vollends unüberlegt weiter verbreitet – womöglich aus dem einfachen Grund, weil deren Aussage spektakulär erscheint – sollte sich bewusst machen, dass er sich damit oft einer verbalen Brandstiftung schuldig macht. Das ist zwar kein Straftatbestand, allerdings ist es moralisch wertlos.

Nehmen wir das im Projekt aufgegriffene Phänomen Killerclowns – auch Horrorclowns genannt – das im Herbst 2016 aufkeimte. Die Meldung von angeblichen Sichtungen, die sich im nördlichen Emsland unter anderem in Sögel und Dörpen verbreitet hat, hatte nur einen Sinn: Sie machte Angst und erzeugte Verunsicherung. Bestätigen ließen sich solche Fälle seitens der Polizei nur selten. Das ist nicht der Sinn von Nachrichten.

Beim Empfang solcher und vergleichbarer Fake News ist gesunde Skepsis geboten. Wie die Projektteilnehmer in Dörpen richtig anmerkten, kann etwa eine fehlende Quellenangabe in Texten ein Indiz für nicht haltbare oder gar erfundene Meldungen sein.


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