14 Jobs weniger bis 2020 Auch bei UPM Nortrans in Dörpen fallen Stellen weg

Meine Nachrichten

Um das Thema Dörpen Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Am Papierproduktionsstandort Dörpen werden weitere 14 Stellen abgebaut. Foto: UPM Nordland Papier/ArchivAm Papierproduktionsstandort Dörpen werden weitere 14 Stellen abgebaut. Foto: UPM Nordland Papier/Archiv

Dörpen. Am Papierproduktionsstandort Dörpen werden bis 2020 weitere Stellen abgebaut. Betroffen ist die Speditionsgesellschaft UPM Nortrans. Dort fallen 14 Jobs weg. Die Belegschaft wurde am Dienstag informiert.

Wie Klaus Reimann, Werkleiter von UPM Nordland Papier, im Gespräch mit unserer Redaktion am Abend mitteilte, soll der Stellenabbau auch bei Nortrans so sozialverträglich wie möglich vonstattengehen. Die Speditionsgesellschaft von UPM Nordland Papier zählt derzeit 150 Stellen. Die Mitarbeiter regeln die Ein- und Ausgangslogistik für die Papierproduktion.

Betriebsbedingte Kündigungen vermeiden

Reimann sagt erneut einen konstruktiven und fairen Dialog mit den Mitarbeitern zu. Demnach sollen auch bei Nortrans betriebsbedingte Kündigungen nach Möglichkeit vermieden werden, um die Auswirkungen auf die Belegschaft so gering wie möglich zu halten. Reimann zufolge will man auch bei der Spedition mit Altersteilzeitmodellen ins Rennen gehen. Alles Weitere werde aber im nächsten Schritt mit dem Betriebsrat besprochen. Überdies stünden auch bei Nortrans im Gegenzug Investitionen in Höhe von rund 400.000 Euro an. Reimann betont, dass die Arbeitsabläufe seit 2017 auch bei Nortrans untersucht worden seien.

Wie der Werkleiter weiter ausführt, sei das Unternehmen mit der bisherigen Strategie gut gefahren. „Das ist der richtige Weg, mit dem wir zu den besten Lösungen kommen“, sagte Reimann.

Ein großer Schritt

Dies habe das gemeinsam mit dem Betriebsrat abgestimmte Vorgehen beim im vergangenen Herbst angekündigten Abbau von insgesamt 223 Stellen – 198 bei der Nordland Papier GmbH und 25 bei der Norservice GmbH (Ausrüstung) – gezeigt. In diesem Zuge war allen älteren Mitarbeitern (bis Geburtsjahrgang 1960) ein Angebot zum vorzeitigen Ausscheiden aus dem Erwerbsleben angeboten worden.

Wie Reimann jetzt mitteilt, haben 81 Prozent dieser Mitarbeiter bis zum Ablauf der Angebotsfrist in diesem Monat die Offerte angenommen. „Das ist eine gute Annahmequote“, betont der Werksleiter. Klar sei von vornherein gewesen, dass nicht alle Betroffenen mitspielen würden. Dadurch aber, dass so viele Mitarbeiter das Angebot angenommen hätten, „sind wir dem Ziel, betriebsbedingte Kündigungen zu vermeiden, einen großen Schritt näher gekommen“.

Befristete können bleiben

Aber nicht nur das: Reimann zufolge könne nun auch ein großer Teil befristeter Arbeitsverhältnisse weiterlaufen. „Das heißt, wir können diese Leute behalten und auch in Zukunft beschäftigen.“ Überdies müssten keine großen Abfindungsprogramme aufgelegt werden.

Wie erwartet, wird es im Zuge der Restrukturierungsmaßnahmen interne Versetzungen geben. „Für den einen oder anderen Mitarbeiter wird das einen Schichtwechsel bedeuten“, sagt der Werksleiter. Aber auch diese Schritte seien mit dem Betriebsrat kommuniziert, entsprechende Aushänge seien gemacht, und auch erste Interessenten hätten sich bereits gemeldet.

Nachfrage nach Papier rückläufig

Mit 1,4 Millionen Tonnen pro Jahr ist UPM Nordland Papier der größte Feinpapierhersteller in Europa. Und doch geht die Nachfrage nach Papier insgesamt zurück. Nach Angaben des finnischen UPM-Konzerns geht es deshalb auch um eine Optimierung von Prozessen und Kosten, um die Wettbewerbsperspektiven zu erhalten. Im Gegenzug zum Stellenabbau hatte UPM im Oktober Investitionen in Höhe von mehr als fünf Millionen Euro angekündigt. Damit solle der Standort im Hinblick auf Automatisierung gestärkt werden. Am UPM-Standort Dörpen, dessen Papierfabrik 2017 50-jähriges Bestehen feierte, sind insgesamt rund 1600 Menschen beschäftigt.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN