Gemeinde will rund 485.000 Euro investieren Wippingen baut Jugendraum aus

Von Maike Plaggenborg

Im Juni 2018 soll der Jugendraum im Obergeschoss der Mehrzweckhalle Wippingen fertig sein. Foto: Insa PölkingIm Juni 2018 soll der Jugendraum im Obergeschoss der Mehrzweckhalle Wippingen fertig sein. Foto: Insa Pölking

Wippingen. Die Gemeinde Wippingen hat für ihren Haushalt 2018 mehrere Großprojekte vorgesehen, darunter den Ausbau eines Jugendraumes. Damit kommt sie auf eine Investitionssumme von rund 905.000 Euro, in die aber auch Fördergeld und Einnahmen fließen sollen – ergibt rund 485.000 Euro.

Mit 102.000 Euro schlägt der Ausbau eines Jugendraumes im Obergeschoss der Mehrzweckhalle zu Buche. Die Arbeiten seien derzeit im Gange, sagte Bürgermeister Hermann Gerdes (CDU) im Nachgang zur Gemeinderatssitzung auf Anfrage. Das Gebäude erhalte einen Aufzug und neue Toiletten für den Raum. Mit einer Fertigstellung sei im Juni zu rechnen. Nach dem Bau der Mehrzweckhalle, die Mitte Dezember 2014 eingeweiht wurde, habe das Geld für den Ausbau im ersten Stock gefehlt und sei daher im Rohbauzustand geblieben. Die Hälfte der Kosten wird mit Fördermitteln bestritten.

Neubau des Schützenhauses und einer Brücke auf dem Plan

Der Neubau des Schützenhauses hängt „ganz klar“ vom Zuschuss des Amtes für regionale Landesentwicklung (ArL) ab, sagte Gerdes. Mittel könnten aus der Förderung im Rahmen der Dorfentwicklung kommen. Die Kosten liegen bei rund 472.000 Euro, so Gerdes. 90.000 Euro müsse der Verein selbst aufbringen. Den Rest – abzüglich des Zuschusses in Höhe von rund 340.000 Euro – übernehme die Gemeinde. Das Gebäude solle dann „kein reines Schützenhaus“ sein, sondern ein „Haus der Vereine“.

Weiteres Projekt des Investitionsrahmens ist der Neubau einer Brücke über einen Grabendurchlass an der landwirtschaftlichen Straße „Elsebrook“. Im vergangenen Winter ist dort nach Gerdes Angaben ein Trecker eingebrochen. Der Hinterreifen war eingesackt. Verletzt wurde dabei niemand, die Brücke ist seitdem gesperrt, erläutert der Bürgermeister weiter. Die Überführung, über die viel landwirtschaftlicher Verkehr fließe, soll nach derzeitigem Plan im Mai vollständig erneuert werden. Die Kosten dafür betragen 50.000 Euro.

Zuschuss vom Landkreis für neue Bushaltestelle

Geschätzt 34.000 Euro werden in diesem Jahr für eine neue Bushaltestelle ausgegeben. Das hat der Gemeinderat in einem gesonderten Beschluss einstimmig verabschiedet. Die Kosten betreffend soll ein Förderantrag beim Landkreis für die Haltestelle Meyer/Düttmann gestellt werden. Das geht aus der Beschlussvorlage hervor. Die maximale Förderquote beträgt demnach 87,5 Prozent. Der übrige Teil entfällt auf die Gemeinde. Nach Angaben von Gerdes sei die Haltestelle abgängig und es dringe Wasser ein. „Die Kinder können nicht mehr trockenen Fußes auf den Bus warten“, sagte er. Weil noch keine Zusage für die Mittel vorliege, seien auch noch keine Aufträge für die Arbeiten erteilt worden.

Gesamte Investition beträgt 905.000 Euro

Dem gesamten Investitionsvolumen von rund 905.000 Euro stehen Einnahmen gegenüber, sodass ein Betrag von etwa 485.000 Euro aus der Gemeindekasse bestritten werden muss. Wie Gerdes weiter angab, muss die Gemeinde erstmals seit Jahren einen Kredit aufnehmen. Die Höhe liegt bei 125.000 Euro. Bereits für das vergangene Jahr 2017 sei ein Darlehen vorgesehen gewesen, allerdings sei es nicht gebraucht worden. Der Schuldenstand liege „seit 2014 auf null“. In den vier Jahren zuvor lag die Pro-Kopf-Verschuldung zwischen sechs und zwei Euro. Werden alle Investitionen wie geplant umgesetzt, liegt dieser Wert zum 31. Dezember 2018 bei 126 Euro und damit noch unter dem Landesdurchschnitt von 151 Euro. Dem Haushaltsplan hat der Gemeinderat einhellig zugestimmt.