Wohnangebote in Dörpen geschafen Lukasheim sucht nach Praktika für behinderte Menschen

Der Geschäftsführer des St. Lukas-Heims, Heinz-Bernhard Mäsker (hinten links), informierte die Delegation des Bundestagsabgeordneten Jens Beeck (FDP, hinten, 2. von links) über die sozialraumnahen Hilfen im Dörpener Vitus-Haus. Foto: Jürgen Eden/St.-Lukas-HeimDer Geschäftsführer des St. Lukas-Heims, Heinz-Bernhard Mäsker (hinten links), informierte die Delegation des Bundestagsabgeordneten Jens Beeck (FDP, hinten, 2. von links) über die sozialraumnahen Hilfen im Dörpener Vitus-Haus. Foto: Jürgen Eden/St.-Lukas-Heim

Dörpen. Über die wohnortnahen Förderungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten von Menschen mit Behinderungen und den aktuellen Stand der Inklusion hat sich der Lingener FDP- Bundestagsabgeordnete Jens Beeck in einer Einrichtung vom St. Lukas-Heim in Dörpen informiert.

Im 2015 eröffneten St. Vitus-Haus in der Dörpener Ortsmitte befinden sich laut Heinz-Bernhard Mäsker, Geschäftsführer des St. Lukas-Heims, die ambulanten Dienste Frühförderung, Familienentlastender Dienst (FED) sowie die Wohnassistenz. In unmittelbarer Nachbarschaft wohnen in einem neuerrichteten Gebäude zwölf Menschen mit erhöhtem Betreuungs- und Pflegebedarf. Weitere zwölf Menschen mit gleichem Bedarf haben eine dauerhafte Bleibe am Dorfteich gefunden.

Dabei handelt es sich nach Mäskers Worten um das Projekt „Leben wie jeder andere“. Ziel war auch hier der Wandel von der Zentralisierung zu einer wohnortnahen, sozialraumnahen Ausrichtung, um Menschen mit Behinderungen mehr Teilhabe zu ermöglichen. Denn viele der Bewohner stammten aus Dörpen oder den Nachbargemeinden und sind in der örtlichen Caritas-Werkstatt an der Forst-Arenberg-Straße tätig.

„Ungebrochen ist das Interesse nach Außenarbeitsplätzen oder Praktikumsplätzen. Daher bitte ich alle Unternehmen wohlwollend zu prüfen, ob sie eine Möglichkeit finden, Menschen mit Behinderungen eine Chance zu geben“, so Mäsker. Derzeit machten im nördlichen Emsland 34 Unternehmen positive Erfahrungen mit diesen neuen Mitarbeitern, so Mäsker. Sozialpädagogisch begleitet werden sie vom neuen Fachdienst berufliche Inklusion (FBI).

Mäsker machte zudem deutlich, dass sich die Einrichtung in seiner über 50-jährigen Tradition immer stark am Bedarf der Klienten und Angehörigen orientiert habe. Daher habe man schon sehr früh mit einer dezentralen Ausrichtung begonnen und die Weichen für eine sozialraumnahe Betreuung und Förderung gestellt.

Der FDP-Politiker zeigte sich beeindruckt von den Angeboten und Hilfen des St. Lukas-Heims. Alle Gesprächspartner waren sich einig, dass die Weichen für die vielzitierte Inklusion bereits im Kindesalter gestellt werden müssten. Entsprechend müssten in den kommenden Jahren die Angebote in den Kindertagesstätten und Schulen weiterentwickelt werden, so Beeck, der von den Kommunalpolitikern Jan Albers aus Papenburg, Antje Siuts aus Heede und Marion Terhalle aus Aschendorf begleitet wurde.