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460 Schweine verendet 500.000 Euro Schaden nach Stallbrand in Neudörpen

Von Daniel Gonzalez-Tepper und Harry de Winter

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dgt/hdw Dörpen. In Neudörpen in der Samtgemeinde Dörpen ist am Montagmittag ein Schweinestall fast vollständig niedergebrannt. Alle gut 460 Schweine sind bei dem Brand verendet. Die Polizei beziffert den Sachschaden auf rund 500.000 Euro.

Die Feuerwehr Dörpen war gegen 14.15 Uhr alarmiert worden, ein Nachbar hatte das Feuer entdeckt. Weil schnell klar war, dass der etwa 250 Quadratmeter große Schweinestall in Vollbrand stand, wurden die Ortsfeuerwehren Kluse und Heede nachalarmiert.

Gegen 16 Uhr konnte das Feuer weitgehend gelöscht werden, die Nachlöscharbeiten zogen sich bis gegen 18.15 Uhr hin. Verletzte gab es nicht. Das Dach des Schweinestalls stürzte ein. Den entstandenen Sachschaden schätzt die Polizei auf rund 500.000 Euro. Ermittlungen zur Brandursache wurden aufgenommen.

Schwierige Versorgung mit Löschwasser

Die letztlich etwa 75 Kräfte hatten zunächst etwas Zeit gebraucht, bis eine Löschwasserversorgung über zwei Hydranten aufgebaut war. Der brennende Schweinestall lag im von der Straße aus gesehen rückwärtigen Bereich des Grundstücks. Vor der Tür des Hofs befand sich zudem eine Baustelle, weil die Kreisstraße 157 in Neudörpen inklusive des Radwegs derzeit saniert werden. Ein weiteres Problem für den zügigen Start der Löscharbeiten stellte die große Photovoltaikanlage dar, die sich auf dem Dach des Stalls befunden hat.

Als die Löschwasserversorgung aufgebaut war, konnte die Feuerwehr trotz eines massiven Löschangriffs über vier Rohre, einer davon aus der Luft über eine Drehleiter, nicht verhindern, dass das Dach, das nur über eine sogenannte Nagelbinderkonstruktion verfügte, einstürzte. Eine Rettung der gut 460 Schweine im Inneren des Stalls war dadurch so gut wie unmöglich. Um die Einsatzkräfte nicht in Gefahr zu bringen, wurde nur von außen gelöscht.

Qualm zieht in Nachbarstall

Weil der Brand massive Rauchwolken verursachte, die in Richtung zweier weiterer Ställe auf dem Nachbargrundstück zogen, wurden einige Feuerwehrkräfte damit beauftragt, diese beiden ebenfalls voll besetzten Ställe zu schützen. „Wir konnten nicht ausschließen, dass Qualm oder sogar Flammen über die Lüftungsanlage auch in diese beiden Ställe zog“, berichtet Jens Sievers, Sprecher der Feuerwehr Dörpen. Zumindest in einen Stall scheint Qualm trotz der Schutzmaßnahmen gezogen zu sein. Der Einsatz eines Tierarztes sei letztlich aber von den Eigentümern nicht als notwendig erachtet worden, so Sievers.


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